Geist und Körper durch Bewegung fit halten

Seniorensport
Seniorensport
Foto: IKZ

Hemer..  Es ist ein Projekt, das bewegt – im wahrsten Sinne des Wortes. Bei „Bewegung bei Hochaltrigkeit und Demenz“ geht es darum, die Gesundheitsförderung und -prävention für alle Generationen weiter auszubauen. Hochaltrigkeit – hinter diesem für wissenschaftliche Zwecke genutzten Begriff befinden sich Menschen, die über 80 Jahre alt sind.

Marie-Luise Risse stellte in der Sitzung des Sozialausschusses — unterstützt vom Stadtsportverbandsvorsitzenden Klaus-Peter Uhlmann – die Bedeutung von Bewegungsangeboten für ältere Menschen vor und sagte, dass die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen verbessert werden muss.

Schon Fachtagung war ein großer Erfolg

Bereits im Januar 2013 hat es ein erstes Treffen zwischen der städtischen Fachstelle für Senioren und Behinderte und dem Demenz Service Zentrum Dortmund, dem Kreissportbund, dem Stadtsportverband Hemer und dem Netzwerk Demenz Hemer gegeben. Damals standen folgende Fragen im Fokus: Wie können Hochaltrige an Sportvereine gebunden werden, wie können Vereine für das Thema sensibilisiert werden, und wie können die Vereine diesbezüglich Unterstützung erfahren? Wichtig war und ist der Aufbau von Netzwerkstrukturen. Ein großer Erfolg war die Fachtagung „Bewegt ins hohe Alter im MK“ in Hemer mit unglaublich großer Beteiligung aus Hemer und dem Märkischen Kreis.

Zurzeit nimmt die Stadt Hemer am Modellprojekt „Sport für Menschen mit Demenz“ teil. Projektpartner sind vor Ort der Kreissportbund MK, der TV Deilinghofen und das Altenheim Hermann von der Becke. Seit Dezember des vergangenen Jahres werden dort zweimal in der Woche Bewegungsgruppen angeboten. Übungsleiter ist Horst Riedel, der die entsprechende Qualifizierung bereits hat. Er ist für den Turnverein Deilinghofen im Einsatz. Insgesamt gibt es 73 Modellprojekte in NRW, bei denen neue Bewegungsangebote für Menschen mit Demenz entwickelt werden sollen. Das Pilotprojekt in Hemer läuft bis 2016.

Für dieses Jahr nannte Marie-Luise Risse den Ausbau des kommunalen Netzwerks, Fortbildungen für Übungsleiter, Schulungen für pflegende Angehörige und intensive Öffentlichkeitsarbeit als Ziele.

In einem Flyer der Stadt Hemer sind die Angebote der Vereine für Senioren auf einen Blick zu sehen sind. So halten auch Reha Aktiv, die TG Hemer, die DLRG, der TV Landhausen, der SGV Hemer, der BSV Westig, die Behindertensportgemeinschaft, die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew und der TV Hemer Sport- und Bewegungsangebote für über 60-Jährige vor.

Marie-Luise Risse und Klaus-Peter Uhlmann betonen, dass das Sportangebot in den Vereinen vielfältig und auf unterschiedliche Zielgruppen gerichtet sei. Bewegung und Sport möglichst bis ins hohe Alter seien die Basis für Mobilität sowie körperliches und geistiges Wohlbefinden. Beide wollen motivieren, sich zu bewegen.