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Konzert im Sauerlandpark

Für Howard Carpendale ist den Fans kein Weg zu weit

05.06.2011 | 16:07 Uhr
Für Howard Carpendale ist den Fans kein Weg zu weit
Konzert Howard Carpendale im Sauerlandpark

Hemer.Die erste Reihe gehört den echten Fans, und davon gab es am Samstag beim Konzert von Howard Carpendale viele. Kaum trat der Star auf die Bühne des Grohe-Forums, hielt es die ersten Reihen nicht mehr auf ihren Plätzen. Es war wie ein „Hello again“, aber zu einem anderem Titel. Mit dem Stück „Hi“ eröffnete der 64-jährige Carpendale sein Konzert im Sauerlandpark - präsentiert von der WAZ-Mediengruppe. Es war sein erstes Konzert in diesem Jahr. 2000 Tickets wurden verkauft, und so blieben einige Stuhlreihen leer. Der guten Stimmung schadete das aber nicht.

Ein Pärchen in der ersten Reihe fällt direkt auf: Gerty Calmes (59) und Marc Küntgen (50) aus Luxemburg. In schwarzen Fan-Shirts sind beide absolut textsicher, und bestimmt gehörten die beiden zu den Fans, die eine der weitesten Anreisen hatten. „Wir besuchen fast alle Konzerte von Howard“, gibt Gerty Calmes gerne zu und lacht. Mit Marc Küntgen ist sie gut befreundet, die Musik ist ihre Verbindung. Marc Küntgen hat ein Reisebüro, und so wird aus einem Howard-Konzert stets ein Kurztrip. „Sie müssten mal meine Wohnung sehen“, lacht die Luxemburgerin, „keine Angst, es passt aber alles zusammen!“ Sie sammelt alles, was mit ihrem Idol zu tun hat. Persönlich getroffen für ein Gespräch haben die beiden Howard aber noch nicht. „Aber wir haben schon im selben Hotel gewohnt. Er ist nett, hat freundlich beim Frühstück gegrüßt“, so Gerty Calmes. Sechs bis zehn Konzerte besucht das Duo im Jahr, und das seit 1980. Das dürfte Howard erfreuen, und auch für seinen Manager Detlev Schilling, der aus Iserlohn kommt, sind die beiden keine unbekannten Gesichter. Und Schilling weiß. „Auch aus der Schweiz sind heute Howard-Fans hier!“ Man kennt sich eben.

Die Menschen wissen, warum sie die Musik von Howard Carpendale lieben – die alten und die neuen Stücke. „Man findet sich in den Liedern wieder, und das neue Album ist super“, schwärmt Küntgen. Die Texte seien gut und hätten einen Sinn, sagt er. „Das alles bin ich“ heißt das neue Album des gebürtigen Südafrikaners, und der gleichnamige Song ist ein echter Ohrwurm. Es war, als hätte sich bei der Zugabe ein großer Chor auf dem Forumsplatz eingefunden.

Der Künstler hat sich im Vorfeld gut auf seinen Auftritt in der Felsenmeerstadt vorbereitet, denn schließlich war das Open Air-Konzert das erste Konzert überhaupt in diesem Jahr. Die eigentliche Tournee startet im November.

Wie eh und je trat Carpendale auf die Bühne. Dunkle Kleidung, dunkle Schuhe mit ein bisschen Glitzer, und die Frisur sitzt perfekt - für seine Fans ganz vertraut. Carpendale bewies nicht nur, dass er gut singen kann. Schnell sprang der Funke auf sein Publikum über, charmant und äußerst unterhaltsam suchte er zwischendurch immer wieder das Gespräch mit der Menge, lächelte gerne in die vielen Kameras, die vor allem die Frauen immer wieder zückten, und nahm Blumen von seinen Fans entgegen. „So, das ist also Hemer. Als ich noch in Südafrika lebte, wusste ich nichts von Hemer. Und wir haben Glück gehabt mit dem Wetter“. Ein bisschen Smalltalk muss sein.

„Hi“, „Alles überlebt“ und „Wenn ich könnte, wie ich wollte“ - schon die ersten drei Stücke ließen die Fans in ihren Howard-Rausch verfallen, aber auch die guten alten Stücke wie „Hello again“ direkt nach der Pause oder „Alice“ sorgten für Begeisterungsstürme. Nach der Pause wurde der Sitzplatzbereich auch für die Gäste aus dem Stehplatzbereich geöffnet, so dass die Carpendale-Gemeinde näher zusammenrückte. Es drubbelte sich vor der Bühne, Feuerzeuge und Leuchtstäbe wurden bei einsetzender Dunkelheit geschwenkt, Wunderkerzen abgebrannt. Lichteffekte auf der Bühne, und das in verschiedenen Farben angestrahlte Grohe-Forum sorgten für eine besondere Atmosphäre. „Nachts, wenn alles schläft“, sang Carpendale, und das Publikum schien zu denken, „...dann feiern wir eine tolle Party!“ So war es auch, und mittendrin Gerty Calmes und Marc Küntgen aus Luxemburg. Und wenn die eigentliche Tournee ihres Idols im November startet, werden sie wieder dabei sein. „Wir machen jeden Weg für Howard!“

Carmen Fürstenau

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Kommentare
06.06.2011
09:24
Für Howard Carpendale ist den Fans kein Weg zu weit
von Suesili | #1

Nach Gentleman ist Howi die nächste Veranstaltung
die weit hinter den Erwartungen bleibt. So wird das nichts mit den Versprochenen Zuschauerzahlen und Millionen Umsätzen.

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