Für ein paar Stunden ohne Sorgen

Ein kunterbuntes Kinderfest veranstaltete die Iserlohner Künstlerin Ulrike Langguth am Samstagnachmittag in der Malteser Unterkunft am Apricker Weg und zauberte damit den vielen Kindern ein Lächeln ins Gesicht.
Ein kunterbuntes Kinderfest veranstaltete die Iserlohner Künstlerin Ulrike Langguth am Samstagnachmittag in der Malteser Unterkunft am Apricker Weg und zauberte damit den vielen Kindern ein Lächeln ins Gesicht.
Foto: IKZ

Hemer..  In ihrer alten Heimat herrscht Krieg und Hoffnungslosigkeit. Gerade die Kinder als den Flüchtlingsfamilien in der Malteser-Betreuung am Apricker Weg sind oft traumatisiert, wenn sie mit der Familie alles bisher Bekannte hinter sich lassen müssen. Um diesen Kindern in der neuen Heimat, fernab ihres eigentlichen Zuhauses, ein paar unbeschwerte Stunden zu schenken, organisierte die freischaffende Künstlerin Ulrike Langguth am Samstag ein Kindersommerfest in der Einrichtung.

Derzeit leben in der Einrichtung 170 Kinder im Alter von zwei bis 17 Jahren, vorwiegend kommen sie aus dem Kosovo. Am Samstagnachmittag strahlte nicht nur die Sonne, sondern auch die Kinderaugen. An verschiedenen Stationen hatte Ulrike Langguth gemeinsam mit etwa 25 freiwilligen Helfern aus ihrem Umfeld und den Malteser-Mitarbeitern für jede Menge Spaß gesorgt. Beim Kinderschminken verwandelten sich die Flüchtlingskinder in lachende Clowns, wilde Katzen oder angsteinflößende Piraten oder Geister. Außerdem gab es einen Stand, an dem Luftballontiere geknotet wurden, und ein Schätzspiel.

Torwandschießen und spannende Schatzsuche

Sportlich aktiv werden konnten die Kinder beim Torwandschießen. Wahrlich ein Highlight war die Schatzsuche. Später am Nachmittag galt es für die Kinder in einem bunten Bad aus Luftballons, Geld zu finden, winkte in einem der Ballons doch mit einem Fünf-Euro-Schein der Hauptgewinn dieses Spiels. Natürlich war auch für das leibliche Wohl der tobenden Kinderschar bestens gesorgt. Aber nicht nur die Kleinen hatten sichtlich Spaß. Das bunte Treiben und laute Kinderlachen zog unzählige Familien der Einrichtung an und so wurde kurzerhand unter den Vätern ein Bobby-Car-Rennen veranstaltet.

Bereits zum zweiten Mal stellte Ulrike Langguth in der Deilinghofer Flüchtlingsunterkunft solch ein Fest auf die Beine. Hatte sie im Vorjahr noch große Sponsoren für ihre Aktion gewinnen können, so waren es in diesem Jahr viele anonyme private Spenden, die das Fest ermöglichten. Der Kontakt zur Malteser-Unterkunft entstand, weil Ulrike Langguth eine Zeit lang in Apricke wohnte und so die Einrichtung in der Nachbarschaft war. Mittlerweile lebt die gebürtige Iserlohnerin, die sich auch künstlerisch mit fremden Kulturen und Ländern beschäftigt, wieder in der Waldstadt, engagiert sich aber über die Stadtgrenze hinweg.