Feuerwerk der Emotionen in Ebbergkirche
12.02.2012 | 17:53 Uhr 2012-02-12T17:53:00+0100
Hemer.Rot steht ihr gut, aber Grün auch. Die Ebbergkirche verwandelte sich am vergangenen Wochenende in ein ganz besonderes Konzerthaus. Rund 550 Musikliebhaber kamen am Freitag und Samstag in das Gotteshaus der evangelischen Kirchengemeinde, um die Inszenierung „Farfarello im Licht“ zu sehen. Der Erfolg und der besondere Musikgenuss, der in 2011 in Hemer zum ersten Mal geboten wurde, schien sich herumgesprochen zu haben. So war der Andrang auf die Karten so groß, dass kurzfristig ein Zusatzkonzert auf den Weg gebracht wurde.
„Es ist wie Weihnachten. Nur dass ich nichts zu tun habe“, freute sich Pfarrer Johanning, ehe er sich entspannt zurücklehnte. „Glück“ heißt das aktuelle Album des Ensembles, und für die Besucher war der Titel Programm. Lichtkünstler Jörg Rost, Mani Neumann (Geige, Flöten), Ulli Brand (Gitarre) und die Percussionisten Joschi Kappl (am Freitag) und Nippy Noya (am Samstag) nahmen die Besucher mit auf eine ganz besondere Reise. Es waren einerseits die besonderen Lichteffekte, die das Gotteshaus in den verschiedensten Farben erstrahlen ließen oder riesige Schatten der Musiker an die Wände warfen, und andererseits die musikalischen Leistungen der Musiker. Schnell wurde deutlich, dass Musik hier nicht gespielt, sondern gelebt wird - und das schon seit 30 Jahren. Mit Leidenschaft und Hingabe präsentieren die Musiker ihre Stücke - eine Leidenschaft, die für die Gäste so sehr spürbar war, dass man schnell völlig von der Musik gefangen war. Sanfte Töne standen hier im Wechsel zu ganz viel Spannung, Temperament und Dramatik.
„Farfarello im Licht“ bedeutet viel mehr als ein Konzertgenuss der besonderen Art. Das visuelle Erlebnis drängt sich immer wieder in den Vordergrund, ohne aber die Leistung der Künstler an den Instrumenten zu schmälern. Ganz im Gegenteil.
Mani Neumann führte die Gäste mit kleinen Erläuterungen zu den Stücken durch das Programm, erklärte zum Beispiel, warum ein Stück „Kämpferherz“ heißt. „Weil ein kleiner Junge nach dem Stück gesagt heißt, dass es so heißen könnte“, sagte Neumann.
„Farfarello im Licht“ - hier vereinen sich ungewöhnliche und unter die Haut gehende Klänge mit dem Farbspiel und den tanzenden Schatten den den hohen Kirchwänden. Besonderer Blickfang war das eh schon farbige Kirchfenster, wenn es von Jörg Rust illuminiert wurde.
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