Felsenmeer: Baubeginn für neue Geotop-Attraktionen
08.09.2009 | 15:23 Uhr 2009-09-08T15:23:00+0200
Hemer. Rund zwei Monate nach dem ersten Spatenstich mit Europa-Minister Andreas Krautscheid haben in dieser Woche die Hauptarbeiten für den Bau der Brücke, des Steges und der Aussichtsplattform im Felsenmeer begonnen.
Besucher des Geotops müssen daher mit Einschränkungen rechnen. Im Zuge der Arbeiten werden teilweise die Hauptwege um das Felsenmeer herum für einige Zeit abgesperrt, so dass eine direkte Verbindung nicht mehr möglich ist. Da das Felsenmeer ein Naturschutzgebiet ist, dürfen ausschließlich ausgewiesene Wege genutzt werden. Fußgänger können über den Sundwiger Weg ausweichen. Dort wurde für die Arbeiten auch eine befristete Baustraße angelegt, die direkt zum Beginn der Brücke führt.
Pünktlich zur Landesgartenschau vom 17. April bis 24. Oktober 2010 in Hemer wird sich das Felsenmeer erstmals seit Jahrzehnten wieder zur Begegnung zwischen Mensch und Natur öffnen. Eine Brücke wird den äußeren, südlichen Weg mit den Innenweg verbinden. So können erstmals die Felsen „überwandert” werden. Durch die Felsformationen wird zudem ein Steg angelegt.
Vom Park der Sinne führt ein weiterer Steg auf eine ellipsenförmige Aussichtsplattform mit einer unvergleichlichen Aussicht in das geheimnisvolle Gewirr von Felsen, Schluchten und Abgründen. Die Plattform ist drei Meter breit und mit Zuwegung 37 Meter lang, Brücke und Steg haben eine Länge von 62 Meter bei einer Breite von zwei Metern.
„Ich freue mich, dass das Felsenmeer endlich für alle Menschen erlebbar wird“, erklärt Bürgermeister Michael Esken. Die Maßnahmen werden erstmals den barrierefreien Zugang zu dem einzigartigen Geotop ermöglichen. Rund 1,3 Millionen Euro werden investiert, damit das Felsenmeer seine touristische Strahlkraft nachhaltig entfalten kann, 80 Prozent davon sind EU-Fördermittel und stammen aus dem Programm „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“.
Die Bauarbeiten werden noch bis Dezember 2009 andauern.
19:33
Die Idee ist ganz interessant. Ich kann mich allerdings noch an die Zeit erinnern, als man noch durch das Felsenmeer spazieren konnte. Der Zauber dieser Einsturz-Doline erschließt sich von unten her viel mehr als von oben. Bin da ein bisschen gespalten.