Experimente sorgen für Staunen und Neugier

Tag der offenen Tür im Woeste-Gymnasium
Tag der offenen Tür im Woeste-Gymnasium
Foto: IKZ

Hemer..  Samstags herrscht im Woeste-Gymnasium eigentlich gähnende Leere. Am vergangenen Wochenende war das anders. In den Fluren und Gängen herrschte reges Treiben. Sogar in den Klassenräumen war einiges los, denn es wurde ganz normal unterrichtet. Der Grund ist einfach: Schulleiter Ulrich Vielhauer wollte den Gästen im Rahmen des Tages der offenen Tür einen authentischen Eindruck seiner Schule vermitteln. Und das funktioniere eben am besten im normalen Betrieb.

Spannender Rundgang durch alle Bereiche der Schule

Hinzu kamen Schnupperunterrichte für derzeitige Viertklässler. Deren Eltern verschafften sich in zahlreichen Schulführungen einen Überblick über das, was ihre Kinder ab Sommer möglicherweise selbst am Woeste geboten bekommen.

Vor allem der Trakt der Naturwissenschaften zog etliche Interessierte an. Dort hatte die MINT-Gruppe zahlreiche Experimente vorbereitet sowie Mikroskope zum Ausprobieren präpariert. Die Abkürzung MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Gruppe ist als eine Art Vorstufe zu den Differenzierungskursen gedacht und soll „Interesse wecken“, so Schulleiter Vielhauer.

Bevor die Gäste am Samstag aber auf große Entdeckungstour gingen, erklärte der Schulleiter im Vorfeld das Profil eines Gymnasiums im Allgemeinen sowie Besonderheiten des Woestes im Speziellen.

Als Ganztagsschule und mit dem G8-Abitur muss sich die Schule entsprechenden Herausforderungen stellen. „Wir versuchen diese Vorgaben schülerfreundlich auszugestalten“, so Vielhauer. Dazu gehöre unter anderem ein angepasstes System für Hausaufgaben „nach dem Motto, weniger ist manchmal mehr.“ Jedes Fach habe nachgedacht, welche Aufgaben sinnvoll sind und welche nicht. Vor dem Hintergrund der verkürzten Schulzeit von 13 auf 12 Jahren sei wichtig, dass „die Kinder nicht unter der Last zusammenbrechen“. Auch deshalb gebe es sieben Schulstunden in der Woche, in denen der Stoff der Hauptfächer nicht vorangetrieben, sondern vertieft wird um „Lücken zu schließen“.

Ulrich Vielhauer informierte am Rande des Informationstages auch über die Kooperation mit der Hans-Prinzhorn-Realschule. Es bestehe für Jugendliche die Möglichkeit auf der Realschule den Abschluss zu machen, um dann anschließend fließend in die Oberstufe am Woeste zu wechseln.

Vor dem Wechsel in die gymnasiale Oberstufe hätten „G9-Aspiranten“ dann die Chance, schon einmal in den Unterrichten am Gymnasium mitzumachen. Aufgrund dieses besonderen Angebots waren am Samstag auch nicht nur Eltern von Viertklässlern vor Ort, sondern auch aktuelle Realschülerinnen und -Schüler.