Europameister in Hemer ausgezeichnet

Abschlussveransraltung der internationalen Sternfahrt der Polizei: Ehrungen der Europameister.
Abschlussveransraltung der internationalen Sternfahrt der Polizei: Ehrungen der Europameister.
Foto: IKZ

Hemer..  „Ach, das war einfach wieder super!“ Horst Stahnke kommt aus Hamburg, war dort 42 Jahre lang Polizeibeamter. Zum vierten Mal hat er an der internationalen Sternfahrt der Polizei teilgenommen, und auch die 69. Veranstaltung dieser Art im kommenden Jahr steht schon bei ihm im Kalender. „Ich freue mich jedes Mal, meine Bekanntschaften wieder zu sehen“, so der Pensionär, der stolz einen Pokal in der Hand hält. In der Klasse Ü 60 ist er bei den Motorradfahrern Vizemeister geworden.

Glückwünsche richtet der Hamburger aber auch an Krisztian Frecsko von HRE Budapest und an Alfred Fischer vom PSV Linz. Beide wurden in Hemer zu Europameistern gekürt. Der Ungar ließ die Konkurrenz auf dem Motorradparcours hinter sich, der Österreicher siegte in der Gesamtwertung auf der Pkw-Strecke.

Finale Wettbewerbe in der Felsenmeerstadt

Die International Police Motor Corporation (IPMC) ermittelt die Europameister immer über einen Zeitraum von vier Jahren; in Hemer waren dieses Mal die finalen Wettbewerbe. Nächstes Jahr geht es in Lodz in Polen weiter, wo die IPA Knight Riders Polen die 69. internationale Sternfahrt ausrichten. Den neuen Gastgebern wurde am Freitagabend offiziell die Fahne überreicht, die immer der Organisator des nächsten Jahres bekommt. 2017 kommen die Polizisten und Motorsportler wieder in Deutschland zusammen; Regensburg wird der Gastgeber sein. 2018 geht es nach Südtirol. Die Clubs müssen sich als Ausrichter bewerben.

Reinhard Moser, Präsident des IPMC, freute sich am Freitagabend bei der Abschlussveranstaltung im Grohe-Forum über eine rundherum gelungene Veranstaltung. „Der ADAC hat es perfekt organisiert“, sagte er. Ihm war es wichtig, nicht nur ein touristisches Angebot vorhalten zu können, sondern standen für den IPMC-Präsidenten vor allem die Gespräche mit den Kollegen aus den anderen Staaten im Vordergrund.

Erfahrungsaustausch hathohen Stellenwert

Informations- und Erfahrungsaustausch – darauf kommt es ihm an, und er hofft, dass im kommenden Jahr wieder mehr Kollegen aus Russland und der Ukraine teilnehmen können. „Auf Grund der unsicheren politischen Situation war es vielen einfach nicht möglich, auszureisen. Aus Russland hat es nur Dynamo Escort Russland geschafft, an der Sternfahrt teilzunehmen“, bedauerte Moser. Aus der Ukraine konnten auch nur die Teams teilnehmen, die keinen aktiven Polizeidienst verrichten.

Untergebracht waren die 320 Gäste in Hemer und Umgebung. Vier Tage lang standen gemeinsame Veranstaltungen an. Viele nutzten die Gelegenheit, das Sauerland zu erkunden, andere besuchten die Attraktionen direkt in der Nachbarschaft.

Vielen fiel der Abschied schwer, doch wie auch für den Hamburger Horst Stahnke ist es für einige klar, dass sie beim großen Wiedersehen in Polen mit von der Partie sind.