Ermittlungen gegen Security eingestellt

Hemer..  Das große Rätselraten um die Ermittlungen des Landeskriminalamtes in der Flüchtlingsunterkunft Deilinghofen scheint gelöst. Die Staatsanwaltschaft Hagen hat nach Bekanntgabe der Ermittlungsliste durch das Innenministerium, in der erstmals auch Hemer auftauchte, die möglichen Fälle durchgesehen. Dabei ist sie nur auf ein Ermittlungsverfahren gestoßen, das aber bereits eingestellt worden ist. Nach Aktendurchsicht konnte Oberstaatsanwalt Dr. Pauli am Freitag für Klarheit sorgen, nachdem LKA und Bezirksregierung zu Details nicht Stellung nehmen wollten.

Demnach hatte ein in Deilinghofen untergebrachter Asylbewerber im Januar 2014 eine Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen zwei Sicherheitsleute gestellt. Er war mit anderen Heimbewohnern aneinander geraten, die Sicherheitsleute mussten bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei einschreiten. Wegen nicht hinreichenden Tatverdachts hat die Staatsanwaltschaft Hagen das Verfahren bereits im April eingestellt.

Gerade zu Jahresbeginn hatten sich gewalttätige Vorfälle unter Flüchtlingen gehäuft. Dabei waren auch Sicherheitsleute und Polizeibeamte massiv angegriffen worden. So hatte ein Täter versucht, einer Aufsicht eine brennende Zigarette an den Hals zu drücken. In einem anderen Fall waren Mitarbeiter der Flüchtlingsunterkunft mit einer Gabel attackiert worden.

Mitarbeiter der Malteser-Betreuung zeigten sich erleichtert, dass die öffentlichen Vorwürfe nun entkräftet worden seien. Bezirksregierung und Malteser hatten in Hemer stets Vorfälle verneint und die gute Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst betont.