Erhöhte Sicherheit und mehr Platz

Das neue Notarzteinsatzfahrzeug wurde auf der Feuer- und Rettungswache
Das neue Notarzteinsatzfahrzeug wurde auf der Feuer- und Rettungswache
Foto: IKZ

Hemer..  Er soll auffallen, nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch gelbe Leuchtstreifen auf der Heckklappe, zwei große Blaulichtbalken auf dem Dach, Front- und Heckblitzer: Mehr Sicherheit und mehr Platz für Rettungsmittel bietet das neue Notarzteinsatzfahrzeug der Feuerwehr. An diesem Wochenende soll es erstmals eingesetzt werden.

Die Neuanschaffung kam gerade zum richtigen Zeitpunkt. Der bisherige Notarztwagen ist nach sieben Jahren im Dauereinsatz und 160 000 Kilometern mit einem Motorschaden ausgefallen. Die Wehr behilft sich zurzeit mit einem Kreisfahrzeug. Nach der Reparatur soll der eigene Kombi aber als Ersatzfahrzeug weiterhin auf der Rettungswache zur Verfügung stehen.

Wurde der Notarzt bislang mit einem Kombi zu Kranken und Verletzten gefahren, wird nun ein Mercedes Benz Vito mit Allradantrieb eingesetzt. „Die Ausstattung ist immer umfangreicher geworden, wir kamen mit dem Platz nicht mehr hin“, betonte Wachenleiter Markus Heuel bei der Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Michael Esken. So mussten Rettungsgeräte teilweise auf dem Rücksitz gelagert werden.

Fahrzeug und Ausstattungkosten 130 000 Euro

Der Van als Grundfahrzeug war bei der Anschaffung der kleinste Kostenfaktor. Mit Umbau zum Einsatzfahrzeug kamen 80 000 Euro zusammen, plus 50 000 Euro für die medizinische Ausstattung. Hemers Feuerwehr setzt auf ein Modulsystem. So lässt sich der komplette Einbau austauschen. Über Auszüge können Notfallrucksäcke direkt entnommen werden. An Bord sind EKG und Defibrillator, Beatmungsgerät, Kühl- und Wärmeboxen, ein Safe für Betäubungsmittel, ein Notfallrucksack für kleinere Patienten, Material für den Massenanfall von Patienten und vieles mehr. Neben dem Beifahrersitz gibt es im Heck zwei Sitzplätze mit Schreibplatz.

Der technische Fortschritt mit immer größeren Fahrzeugen hat nicht nur in den Gerätehäusern der Feuerwehr für manche Platzprobleme gesorgt. Jetzt trifft es auch die Stationierung des Notarzteinsatzfahrzeugs: Die Garage an der Paracelsus-Klinik muss vergrößert werden. Die Gesamtkosten werden durch die Rettungsgebühren refinanziert.