Endoskopiegerät geht auf die Reise ins Kaliningrader Gebiet
18.07.2008 | 14:03 Uhr 2008-07-18T14:03:00+0200
Hemer. Die Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen transportiert eine besondere Spende nach Nordostpreußen ins Kalinigrader Gebiet: ein Endoskopiegerät.
Verschiedenste humanitäre Hilfslieferungen, insgesamt Waren im Gewicht von ca. 30 Tonnen, hat Hemers Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen von 1992 bis 2002 in die alte Heimat geschafft, wo vor allem die Kreisstadt Polessk (ehemals Labiau) im russischen Verwaltungsgebiet Kaliningrad unterstützt wurde.
Am 24. Juli machen sich Klaus-Arno Lemke und sein Vater Klaus erneut auf die Reise nach Nordostpreußen. Dieses Mal transportieren sie eine besondere Gabe für Polessks Stadtkrankenhaus: Die Hemeraner Arztpraxis Dr. Fricke, Pollok und Chmielewski hat das kostbare Stück am 18. Juli spendiert: ein Endoskop mitsamt Zusatzgeräten.
Folgende interessante Geschichte berichtet dazu Dr. Ulrich Fricke: „Durch Strukturwandel im Versorgungsauftrag der Krankenkassen haben wir im Jahre 2004 freiwillig auf unsere Leistungen im Rahmen der Magendiagnostik, Gastroskopie, verzichtet, um uns unserem Spezialgebiet, die Diabetologie, verstärkt widmen zu können. Seit vier Jahren schlummern nun die Diagnostikgeräte der Endoskopie bei uns im Keller. Heute werden sie wieder zum Einsatz gebracht. Durch Vermittlung unseres Patienten Herrn Lemke, der bereits Kontakte zu Kliniken in Königsberg besitzt, werden unsere Geräte, die komplette Gastroskopieausrüstung, in Russland gespendet.”
„Wir hoffen”, so schließt Fricke, „dass wir damit einen staatenübergreifenden Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Russland leisten können.”
Hemers Ost- und Westpreußen hatten ihre Unterstützung für Kinderheime, Krankenhäuser, Arztstationen und Schulen 2002 weitgehend eingestellt, da die bürokratischen Hürden unüberwindlich geworden waren. Seitdem werden nur noch speziell ausgewählte Projekte unterstützt wie z. B. ein Kinderhilfswerk in Polessk.
Seit einem Jahr laufen die Vorbereitungen zur Übergabe der Fricke-Spende. Ein Personalwechsel in Polessk habe die Bearbeitung gehemmt, berichtet Klaus-Arno Lemke: „Wir hoffen, dass sich der Grenzübergang ohne große Probleme darstellt und somit das Krankenhaus wie auch die Patienten ihren Nutzen aus dem Gerät ziehen können.”
Polessks Bürgermeister und die Chefärztin der Klinik danken bereits vorab schriftlich: „Das Endoskop inklusive Zusatzgeräte wird im Krankenhaus nachhaltig zur Untersuchung unserer Patienten benötigt und eingesetzt. Unser Dank geht insbesondere an Herrn Dr. med. Ulrich Fricke in Hemer, der uns dieses Gerät aus seinem Eigentum schenkt.”
21:44
Auch eine Möglichkeit seinen Keller leer zu bekommen. Das Teil stand ja dort seit dem Jahr 2004.
23:30
tschikato omotho !!
21:51
Und ganz ohne Sattler.
Vielen Dank an die Gemeischaftspraxis Fricke.
16:14
Eine hervorragende Sache, die auch unsere Stadt über die Grenzen hinaus bekannt machen wird!
Danke!!!