Einen echten Ruhetag kennt der ambitionierte Marco nicht

Hemer..  Der Hemeraner Musikschullehrer Norbert Bednarek, ebenso unter seinem Künstlernamen Marco als Schlagersänger bekannt, wirkt das ganze Jahr über im Stillen und berichtet zum Jahreswechsel über seine Aktivitäten. Und eines ist klar. Marco ist immer für eine Überraschung gut.

Der Botschafter der Christoffel-Blindenmission konnte im vergangenen Jahr erstmals seit vielen Jahren kein Benefizkonzert organisieren, doch der Termin für Oktober dieses Jahres steht schon fest. „Es haben bereits viele Künstler zugesagt“, so der Sänger mit dem großen Herzen, der sein langjähriges Engagement für die Christoffel-Blindenmission auf jeden Fall fortsetzen will.

Es ist viel passiert bei Marco. So war er unter anderem nach 37 Jahren das erste Mal wieder in Polen, wo er einen Auftritt in einer polnischen Fernsehsendung hatte. „Das war aufregend“, so der Sänger, der sich gerne daran erinnert.

Im Grunde ist Marco durch seine wöchentlichen Veranstaltungen – den „Tanztees“ – im Parkhotel in Bad Sassendorf bekannt geworden. Woche für Woche lädt er ein, und der Saal ist voll. Viele ältere Menschen verliebten sich sogar noch mal im gesetzteren Alter. Marco als Verkuppler – diese Rolle gefällt ihm. Jetzt kooperiert Marco mit dem Tagungs - und Kongresszentrum in Bad Sassendorf – jeden Mittwoch kann dort das Tanzbein geschwungen werden. Der Hemeraner Musikschullehrer beherrscht über 500 Titel und versucht immer, alle musikalischen Wünsche seiner Gäste zu erfüllen.

Viele neue Ideen bestimmen das Denken des 58-Jährigen, und so setzt er im kommenden Jahr unter anderem auf den „Tanztee“-Tourismus. Im vergangenen Jahr musste er einen Tanztee ausfallen lassen und berichtete seinen treuen Fans bei von der Idee, dass man ja mal auf den Möhnesee ausweichen könnte. „Innerhalb kürzester Zeit hatte ich 40 Anmeldungen“, schüttelt Marco heute noch den Kopf darüber, wie schnell das alles ging. So nahm er Kontakt zu Schiffskapitän Andreas Grüterich auf, der es auf einen Versuch ankommen lassen wollte.

„Leinen los“ hieß es nun schon einige Male auf dem Möhnesee, und diese Reihe will der Schlagersänger mit der riesigen Fangemeinde in diesem Jahr fortsetzen oder sogar ausbauen. „Die Gäste lieben es“, freut sich Marco, der anfangs viele Fragen bekommen hatte, ob das Ganze denn auf See vielleicht etwas zu wackelig sei. Aber Marco konnte beruhigen, denn auf der Möhne gibt es keinen Wellengang.

Marcos Leben ist ausgefüllt: Vier Tage in der Woche unterrichtet er an der Musikschule, ansonsten macht er in Bad Sassendorf oder eben auf dem Möhnesee Musik für die ältere Generation. Einen Ruhetag gibt es nicht, höchstens, um wieder etwas Neues auszuhecken.