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"Wir brauchen Sie!"

Eindeutige Botschaft an die Ehrenamtlichen auf der LGS

29.03.2010 | 14:34 Uhr

Hemer. An die Zeitumstellung habe man bei der Organisation nicht gedacht, gestand Bürgermeister Michael Esken als er die potenziellen Landesgartenschau-Helfer zu sehr früher Stunde zu einem Info-Frühstück im Gastronomiebereich am Himmelsspiegel begrüßte.

Dennoch waren mehr als 80 Interessierte gekommen, die sich über die Möglichkeiten ehrenamtlicher Arbeit während der LGS kundig machen wollten.

„Wir brauchen Sie!" So lautete die zentrale Botschaft, vorgetragen vom Bürgermeister und von LGS-Prokurist Ralf Schweinsberg. „Ohne Ehrenamt werden wir die Landesgartenschau nicht bestreiten können”, unterstrich Schweinsberg, der im April die Stelle von Peter Friedrich als Geschäftsführer übernehmen wird. Er entschuldigte sich für den „nicht ganz sauberen Umgang” mit Ehrenamtlichen in bisherigen Planungen. Das will man besser machen und auch während der LGS „immer wieder Danke sagen”, verspricht Michael Esken.

Die Aufgabenbereiche für Ehrenamtliche sind vielfältig. Viele werden auf den drei Parkplätzen in Deilinghofen und in der Innenstadt gebraucht. Die Fahrer richtig einzuweisen, um den Platz optimal auszunutzen, sei die Aufgabe der Helfer, so Schweinsberg. Ein VIP-Shuttle wird vor allem an Tagen mit großem Andrang gebraucht, um einen MVG-Shuttlebus zu entlasten, der zwischen den Parkplätzen und den Gartenschau-Eingängen verkehrt. Zwei Transporter werden dafür bereitgestellt. Sie sollen auch genutzt werden, um Stars von Flughäfen zur LGS zu bringen.

Ein echtes Highlight vor allem für die jüngsten Besucher soll eine so genannte „Walk-Act-Figur” von Raudi Raupe werden. Ehrenamtliche sollen in das Kostüm schlüpfen und Kinder an den Eingängen begrüßen. „Damit werden sie ein beliebtes Fotomotiv”, kündigt Ralf Schweinsberg bereits an.

Um den Erwachsenen den Eintritt in die Gartenwelt zu erleichtern, wird die LGS Infostände an beiden Eingängen aufstellen. Der Förderverein wird dort vertreten sein, aber auch Ehrenamtliche sollen den Besuchern die Orientierung auf dem Gelände erleichtern und Fragen beantworten.

Ein besonderes Thema ist der Umgang mit Behinderten. „Jeder Besucher soll sich bei uns willkommen fühlen”, hofft Esken auf die Unterstützung Ehrenamtlicher. Vor allem Gehbehinderte sollen bei Steigungen bis zu 8 % Hilfe erhalten. Zehn elektrische und 15 mechanische Rollstühle stehen dafür zur Verfügung.

Auch für die Spielplatzaufsicht sucht die LGS noch Helfer, ebenso wie für die Betreuung der auftretenden Künstler sowie der Zuschauer-Garderobe im Grohe-Forum.

„Bitte weiter Werbung machen”, lautet nun der Aufruf. Einige Ehrenamtliche haben ihre Hilfe bereits versprochen.

Thorsten Streber

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