Ein Landesgartenschau-Auftakt unter Palmen
18.04.2010 | 18:39 Uhr 2010-04-18T18:39:00+0200
Hemer. Es war ein Rennen gegen die Zeit, doch nach einem grandiosen Endspurt konnte Hemers Sommermärchen in Form der NRW-Landesgartenschau am vergangenen Samstag beginnen. Zum Auftakt des Großevents mit überregionaler Bedeutung kamen am Samstag und Sonntag insgesamt 29 300 Besucher.
Die Euphorie in der Stadt war derart spürbar, dass die Menschen von der Welle der Begeisterung mitgerissen wurden. „Sind wir wirklich in Hemer?” Diese Frage wurde am Wochenende des Öfteren gestellt. Es scheint, dass die Felsenmeerstadt durch die Landesgartenschau einen ganz neuen Charakter bekommen hat.
Das Grohe-Forum als stattliches Bauwerk ist an Eleganz nicht zu übertreffen und könnte genauso gut in Düsseldorf stehen, und wer im Café Flora zum Essen einkehrte, hatte das Gefühl, unter Palmen am Mittelmeer zu sitzen.
Die Mitarbeiter der Landesgartenschau GmbH waren alle frühzeitig am und auf dem LGS-Gelände, hatten lange auf den 17. April hingefiebert. Und auch die Besucher kamen zeitig vor der Öffnung der Pforten. Klaus-Peter und Helga Otte aus Menden waren die ersten am Drehkreuz am Haupttor. Punkt acht Uhr startete das Paar seine Entdeckungsreise.
Ansturm auf neuen Jübergturm
Schon vor dem offiziellen Festakt mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers nutzten viele die Chance, das Gelände zu erkunden. Besonders im Blickpunkt stand der Jübergturm, der erst am Freitagabend freigegeben wurde. Die 343 Stufen der Himmelstreppe wurden gemeistert, den Turm fest im Blick. Nach 125 weiteren Schweiß treibenden Stufen war das Ziel erreicht - die 23 Meter hohe Plattform mit einem Rundherum-Panoramablick. „Wow, das hätte ich nicht gedacht. Das ist fantastisch”, sagte eine junge Frau, und Architekt Stephan Birk zeigte sich stolz und glücklich.
Auf den Aktionsflächen wie den Spielplätzen oder im Skatepark war jede Menge los, dort hatten Kinder und Jugendliche schnell das Kommando übernommen.
Genießen auf der LGS
Bei bestem Wetter gestaltete jeder den Tag auf der LGS nach seinen Wünschen. Auf den Bänken auf den Blumenwiesen und auf riesigen orangefarbenen Knautschkissen genossen die Besucher die tolle Atmosphäre und beobachteten die vielen verschiedenen Szenen um sie herum. Die Momente genießen zu können, gehört auch zum LGS-Erlebnis.
In der Blumenhalle stand die Azalee im Mittelpunkt. Dort holte sich mancher Tipps, genauso wie in den Themengärten, die bewundert wurden. Im Blickpunkt stand hier die unterschiedlichste Gartengestaltung.
In den Stadtteilgärten staunte man nicht schlecht. Nicht einzelne Besucher zeigten Interesse an den verschiedenen Parzellen, ganze Menschenströme schoben sich auf ihrem Weg Richtung Park der Sinne vorbei. Dort duftete es im afrikanischen Lehmhaus nach köstlichem Kaffee, serviert von Äthiopierinnen in traditionellen Gewändern.
Tausende kamen abends zur großen Dankeschön-Open-Air-Party mit der Band „Rooftop”. Ein fulminantes Feuerwerk am Hemeraner Himmel rundete den ersten Tag der Landesgartenschau in Hemer eindrucksvoll ab.
Es gibt viel zu sehen und zu erleben auf der Gartenschau in Hemer. Die „Macher” der LGS blickten auf ein „wunderbares Wochenende” zurück, und auch Siegfried Tomczak und sein Sicherheitsteam meldeten keine besonderen Vorkommnisse. Und das befürchtete Verkehrschaos zum Auftakt der Gartenschau blieb erfreulicherweise aus.
22:42
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16:05
Menden und Iserlohn helfen auch bei der LGS mit und es ist echt gut wenn unsere drei Städte näher aneinander rücken. Man sollte sich nicht vor den schönen Sachen verstecken, aber auch nicht vor der langjährigen Verantwortung. Wir sollten diese Zeit genießen und zusammen ein weg für die Zukunft finden. Ich finde das wir schon die ersten Schritte in die richtige Richtung gemacht haben.
22:19
#26
manche Gelände halten nur für die Dauer der Gartenschau - das ist so; mein eigenes bestes Beispiel dafür ist mir im vergangenen Jahr in Schleswig unter die Augen gekommen: nach den Fotos aus dem Vorjahr 2008 muss es eine schöne Anlage gewesen sein, in 2009 sah alles so aus wie vorher, keine einzige Erinnerung mehr - traurig, aber wahr. Angeblich hätte man das Gelände wieder 100ig zurückbauen müssen - der Altzustand war trostlos
- wollen hoffen, dass das auf unser LGS-Gelände nicht zutrifft; aber darüber machen wir uns ab Oktober Gedanken, nicht jetzt
#30: mir gehen ähnliche Gedanken durch den Kopf, andererseits: warum sollen wir uns nicht am hier und jetzt erfreuen und die heißen Diskussionen zum Thema nicht einfach ca. 1/2 Jahr ruhen lassen? Bis dahin kennen wir auch das finanzielle Ergebnis des Ganzen und damit einen Teil der Basis für diese Diskussionen ...
18:50
Herr Petermann, was ist denn besser, rosarot zu gucken oder sich als Hellseher zu präsentieren?
17:48
Abgerechnet wird zum Schluß und in einem Jahr werden wir uns wieder sprechen, was von dem einstmals hochgelobten Gelände übrigbleibt, weil es viel zu kostenintensiv sein wird, dieses weiterhin instandzuhalten....
Und dieses schreibt kein Mendener, sondern ein Hemeraner. Aber Kritik ist ja hier eh nicht erwünscht. Seht schön weiter durch eure rosarote Brille, hoffentlich sind eure Brillengläser in einem Jahr plötzlich schwarz verfärbt und ihr seht dann wieder die Realität....
14:33
#28 schlecht wenn man die wahrheit nicht verträgt
ich lese ihre kommentare nur nörgelei und vermutungen wie überall
argumente für sie ein fremdwort
14:10
Marwang, wie wäre es statt dummer Parolen mal mit Inhalt? Einfach mal mit Argumenten beschäftigen?
Das Menden ein Problem hat, ist nicht zu übersehen. Und ich bin, wenn Sie meine Kommenatre wirklich lesen würden, der Allerletzte der mit der Situation zufrieden ist. Aber auf Andere zu zeigen, um von den eigenen Probleme abzulenken, dass funktioniert nichtmal in der Politik.
06:48
#27 dass ist ein mendener ich kann in gut verstehen, die sind noch nicht mal in der lage eine bahnhofruine zu erneuern erst vor der eigenen tür kehren und hemer schön in ruhe lassen
00:04
Im gegensatz zur Vorstellungskraft einiger hier rate ich mal andere alte LGS-Flächen zu besuchen. Von vielen Installationen bliebt eben nur der rasen. Andere müssen langfristig und teuer geflegt werden.
In MühlheimRuhr kann man durch die Aue laufen und es sieht aus wie X-beliebiger Stadtpark.
Es wird nach der LGS zurückgebaut, aber die Anlage muss 10 Jahre bewirtschaft werden. Und sollten dann zunweig Besucher kommen, dann muss Hemer jedes Jahr Geld zuschiessen. Um die Anlage zu pflegen und zu betreiben.
Die Medaille hat immer zwei Seiten. Das gleiche gilt übrigens auch für BUGA´s, übrigens heute sogar Spiegelthema.
Die Aufgabe liegt noch vor Hemer, der Anfang ist gemacht, er klingt gut. Aber um sich jetzt gegenseitig auf die Schulter zu klopfen ist es zu früh.
Wir werden es erleben, wieviel Show war und was sich bewährt...
23:50
zur LGS ansich, zum Auftaktwochenende im besonderen und zu meinen Vorrednern in den heutigen und früheren Postings:
Der Auftakt war bombig wie das Wetter
und das Wetter war wie bestellt.
Alle Besucher waren happy und freuten sich an der schönen Veranstaltung, was will man mehr? möglicherweise erfreuten sich nicht alle an allen Einzelheiten, aber die Gesamteinschätzung schien durchweg positiv. Das tolle Feuerwerk rundete die Geschichte am ersten Tag wunderbar ab.
Das von mir und einigen anderen befürchtete Verkehrschaos blieb aus von den Staus nach dem Feuerwerk einmal abgesehen, die aber nicht die Regel sein werden, denn offene Abende für jedermann wird es nicht so häufig geben; auf Deilinghofer Seite lief der Verkehr offenbar abends auch besser ab; ich nehme mal an, dass trotz des Berufsverkehrs wochentags das Verkehrschaos ausbleiben wird, weil unter der Woche sicherlich weniger LGS-Besucher kommen als am Wochenende und sich die autofahrenden Massen auf den Hemeraner Straßen und auf den Zufahrtswegen - hier Wochenende, dort unter der Woche - in etwa die Waage halten werden, zumal täglicher Beginn und tägliches Ende der LGS nicht mit Berufsverkehrsspitzen kollidiert.
Von mir nicht für möglich gehalten, aber doch Realität: selbst der Wohnmobilplatz wurde angenommen obwohl: so besonders schön finde ich es nicht, im Liegestuhl neben der Hauptverkehrsstraße in der Sonne zu liegen.
Das hier und jetzt ist in jedem Fall wunderbar und ein Grund zum Feiern und Fröhlichsein.
Die nachhaltige Nutzung des Geschaffenen bzw. die nachhaltige Erhaltung der Anlagen wird - da gebe ich den kritischen Stimmen Recht - eine große Herausforderung angesichts leerer Kassen werden. Auch die positivsten Stimmen müssten das im Hinterkopf haben. Trotzdem sollten alle - Kritiker wie kritiklose - das hier und jetzt geniessen: so schön wird es nie wieder sein.