Drei Schwerverletzte nach Unfall bei Hemer in Kliniken geflogen

Fünf Verletzte forderte ein schwerer Verkehrsunfall im Stephanopeler Tal bei Hemer. Drei Schwerverletzte mussten mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen werden.
Fünf Verletzte forderte ein schwerer Verkehrsunfall im Stephanopeler Tal bei Hemer. Drei Schwerverletzte mussten mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen werden.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Fünf Verletzte insgesamt und ein getöteter Hund, so lautet die bittere Bilanz eines Verkehrsunfalls am Montagnachmittag im Stephanopeler Tal bei Hemer. Drei Schwerstverletzte mussten mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen werden.

Hemer.. Um 16.19 Uhr geht der Notruf bei der Feuerwehr ein, fortan wollen die Sirenen von Polizei und Feuerwehr nicht verstummen. Am Einsatzort im Stephanopeler Tal kurz vor dem Ortseingang Sundwig bietet sich den Rettern ein schreckliches Bild. Ein Seat ist auf der Fahrt von Stephanopel in Richtung Sundwig ausgangs einer leichten Linkskurve nach links von der Fahrbahn abgekommen, hat einen Strommasten umgeknickt, einen Zaun durchbrochen, einen auf einer Brücke liegenden massiven Felsen gerammt und ist mitsamt Felsen in den Sundwiger Bach gestürzt. Der Beifahrer kann sich selbst befreien, vier weitere Insassen sind in dem Wrack eingeklemmt.

Notärzte und Retter aus dem Märkischen Kreis im Einsatz

Verstärkung des Löschzuges Mitte rückt an, vier Notärzte aus dem Märkischen Kreis und vier Rettungswagen aus Hemer, Iserlohn, Balve und Menden eilen zum Unfallort. In Anbetracht der Schwerstverletzten alarmiert die Feuerwehr drei Rettungshubschrauber, die aus Lünen, Dortmund und Bielefeld Kurs auf Hemer nehmen. Derweil kämpfen über 30 Einsatzkräfte um das Leben der Fahrzeuginsassen.

Vom Ufer aus wird schweres Rettungsgerät zum Bach gebracht. Holzbohlen sichern das Unfallauto. Mit der Rettungsschere trennen Feuerwehrleute Dach und Türen ab, um zu den Eingeklemmten zu gelangen. Über angeseilte Schleifkörbe werden die Unfallopfer die steile Böschung hinaufgezogen. Während die Feuerwehr die letzten beiden Insassen befreit, versorgen Notärzte die ersten Opfer bereits auf der Straße. Für einen Hund, der ebenfalls im Fahrzeug war, kommt jede Hilfe zu spät. Nach rund 30 Minuten kann auch der letzte Eingeklemmte befreit werden. Die Feuerwehr muss derweil den gefällten Strommasten sichern, der auf die Unfallstelle zu fallen droht.

Rettungshubschrauber landen auf der Fahrbahn

Die Rettungshubschrauber landen auf der Stephanopeler Straße und auf dem Parkplatz der Sundwiger Drehtechnik, den die Firma sofort geräumt hat, und nehmen die drei Schwerstverletzten auf. Die beiden anderen Fahrzeuginsassen kommen in umliegende Kliniken. Alle sind zwischen 20 und 23 Jahre alt und kommen aus Hemer bzw. Iserlohn.

Das Stephanopeler Tal muss für die Rettungsarbeiten und Unfallaufnahme für gut vier Stunden voll gesperrt werden. Rätsel gibt die Unfallursache auf, denn der Seat war ohne Beteiligung eines anderen Fahrzeugs plötzlich nach links ausgebrochen. Nach bisherigen Ermittlungen geht die Polizei von stark überhöhter Geschwindigkeit und einem Fahrfehler aus. Beinahe wäre der Unfallwagen noch mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert.

Als schwierig gestaltet sich am Abend auch die Bergung des Autowracks, das die Polizei für weitere Untersuchungen sicherstellt.