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"Drachen, Gräber, Zwergengold": 91 Sagen aus der Felsenmeerstadt

06.11.2007 | 14:34 Uhr
"Drachen, Gräber, Zwergengold": 91 Sagen aus der Felsenmeerstadt

Hemer. Der Papenbusch-Verlag veröffentlicht den dritten Band der „Sauerländer Grusel-Sagen” von Wolfgang Hänisch mit 91 Sagen aus seiner Heimatstadt Hemer. Das Buch „Drachen, Gräber, Zwergengold” hat 165 Seiten und kostet 14.80 Euro.

Das druckfrische Werk (Auflage: 2000 Exemplare) wurde jetzt im Hemeraner Buchladen am neuen Markt vorgestellt, wo sich eine ganze Anzahl interessierter Zuhörer mit Bürgermeister Michael Esken, der Kulturausschussvorsitzenden Doris Ebbing und dem Vorstand des Bürger- und Heimatvereins eingefunden hatte. Man bemerke im Land, dass es Hemer gebe, erklärte BM Esken mit einem Schlenker zur Landesgartenschau 2010, während Wolfgang Hänisch u. a. ganz besonders dem BHV für kontinuierliche Veröffentlichung von Sagen im „Schlüssel” dankte - und damit auch dem vor 200 Jahren in Hemer geborenen Sprachforscher Friedrich Leopold Woeste für die Vorarbeit als Sagensammler; die BHV-Zeitschrift "Der Schlüssel" sei aber heute die wichtigste Sagenquelle in Westfalen. „Die Sage als historische Wahrheit” ist Hänisch persönlich vor allem wichtig. Im Felsenmeer seien Zwerge und Riesen wirklich zuhause gewesen: „Hemer ist ein Eldorado solcher Überlieferungen.” Ein schmerzlicher Punkt für den ernsten Sagenforscher: „Es gab in Hemer keine Werwölfe.” Sein Trost: „Hemer war der drachenreichste Ort des Sauerlands.” Auf jeden Fall habe man „die überwiegende Mehrzahl der Geschichten nicht erfunden”. Die Zwergengeschichten aus dem Felsenmeer, wo man im uralten Bergbau tatsächliche Schätze geborgen habe, erweisen sich für den vielseitigen Hänisch als Dreh- und Angelpunkt der Hemeraner Sagenwelt.Der Ihmerter Sagensammler Wolfgang Hänisch ist inzwischen so anerkannt, dass er den neuen sauerländischen Premium-Wanderweg „Waldroute” mit Hinweistafeln auf die heimische Sagenwelt mitgestalten darf. Die 150 km lange Wanderstrecke von Iserlohn nach Marsberg wird im Mai 2008 mit Hänischs sagenhaftem Konzept unter dem Namen „Sagenhafte Waldroute” eröffnet. Darauf wies Papenbusch-Verleger Gerhard Schmidt hin.Bei der Vorstellung dieses „Grünen Buches” mit grünem Einband lobte Bürgermeister Esken den Verfasser als kombinierten Höhlen- und Sagenforscher: „Vielen Dank, dass Sie ihre Hobbies so zusammengefasst haben, dass dieses Buch entstanden ist!”. Und mit Respekt spielte Verleger Schmidt auf Hänischs ordentlichen Brotberuf als Finanzbeamter in Iserlohn an: „Wenn er (viele Sagen) schreibt, kann er uns weniger mit Steuerbescheiden quälen.”

Paul Kramme

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