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Die zauberhafte Hönne

16.07.2007 | 13:57 Uhr

Hönnetal. (rd) Der Heimat- und Verkehrsverein Menden lädt am Samstag, 21. Juli, um 16 Uhr am früheren Hemeraner Bahnhaltepunkt "Klusenstein" wieder zu einer Führung durchs Hönnetal ein.

Gäste sind herzlich willkommen zum Thema "Auf den Spuren von Märkern und Kurkölnern, Dichtern und Höhlenbären - entlang des Grenzflusses Hönne durch die Kalkschlucht des Hönnetales". Das bisherige Interesse war so groß, dass in diesen Wochen nun zu einer dritten geführten Wanderung eingeladen wird. Die Tour ist familiengerecht, aber festes Schuhwerk wird empfohlen. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Erwachsene zahlen zwei Euro, Kinder einen Euro. Die geführte Wanderung dauert etwa anderthalb Stunden; hinzu kommt der Rückweg von ca. 30 Minuten von der Feldhofhöhle bis zum Ex-Haltepunkt "Klusenstein", wo an der Zuwegung eine Anzahl Pkw parken kann.

Antonius Fricke führt zuerst die Hönne aufwärts bis zur Klusensteiner Mühle, die nicht zuletzt durch Westfalens große Dichterin Annette von Droste-Hülshoff mit ihrer berühmten Hönnetalwanderung von 1824 in die Literatur eingegangen ist. Vorher gibt sich der Blick frei hinauf auf den Eingangsbereich der Großen Burghöhle, mit der das noch immer ungelöste Rätsel der möglichen unterirdischen Verbindung zur Burg Klusenstein verbunden bleibt.

Danach folgt einer der schönsten Blicke im Hönnetal auf die bekannte Felsengruppe der sogenannten "Sieben Jungfrauen". Danach führt Antonius Fricke zum Eingang der Feldhofhöhle, wo ein weniger bekannter Blick geboten wird: hinab auf Bahn, Hönne und vor allem Burg Klusenstein auf steiler Felsklippe über dem Tal. Vor allem Kinder sind immer von der Feldhofhöhle fasziniert und beeindruckt. An keiner anderen Stelle der Wanderung kann so eindrücklich auf die vor- und frühgeschichtlichen Funde in den vielen Höhlen des Hönnetals eingegangen werden. Der Wanderführer wird an längst ausgestorbene Höhlenbären erinnern und an das wärmende, schützende und bergende Feuer der Neandertaler und den ihnen nachfolgenden modernen Menschen.

Ist die gern zitierte Schrift der Droste-Hülshoff über ihre Hönnetalwanderung bis heute prägend, gibt es doch zahlreiche andere schöne Reisebeschreibungen, die weniger bekannt sind. Mendens Bürger- und Verkehrsverein verweist auf die Schrift "Das Sauerland und seine Bewohner" aus dem 19. Jahrhundert auch von Friedrich Wilhelm Grimme. Da heißt es: "Und droben gar, auf der höchsten Zinne eines Felsens, hängt ein vom Sturm umwettertes, von Habichten umkreistes Schlösslein, der Klusenstein, aus dessen Fenstern man in eine Tiefe hinabschaut, die wie ein Höllenschlund aufklafft. Der Fluss aber rauscht und spritzz bald hochauf, bald verliert er sich schweigsam und spurlos in den Erdklüften des Kalksteins, um darauf von neuem zum Lichte der Oberwelt emporzuspringen. Von der Seite jauchzt ihm ein zauberhaft schöner Quell von glattestem Spiegel zu, aus dessen Grund Blasen wie Perlenschnüre emporbrodeln, und dessen bläuliche Klarheit jedes Kieselsteinchen und die hellgrünen Federn des Wassermerk aus der Tiefe emporblinken lässt; und kaum geboren, lässt er schon Diamanten vom nahen Mühlrad emporspritzen."

Das Mühlrad dreht sich leider nicht mehr, aber der "zauberhaft schöne Quell" und das Hönnetal sind trotz vieler negativer Eingriffe immer noch erhalten geblieben und unverändert sehens- und gewiss schützenswert. Leider muss man auch sagen, dass im "Naturschutzgebiet Hönnetal" die Natur scheinbar hemmungslos wuchern darf, so dass die überwältigenden Eindrücke früherer Zeiten dem Betrachter heutzutage leider doch verschlossen bleiben.

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Kommentare
14.07.2008
08:36
Die zauberhafte Hönne
von Reisloh,Stephan | #1

Liebe Redaktion, liebe Leser,

es hat sich in Ihrem Artikel/dem Artikel der WAZ-Gruppe ein Fehler eingeschlichten: Die Wanderung fand statt am Samstag, 12. Juli 08. Die nächste wird vorauss. am 2. August 08 stattfinden. Bitte auf die Veröffentlichung des Heimat- und Verkehrsvereins MENDEN achten! Sie sind herzlich eingeladen! Danke. Vielleicht informieren Sie Ihre Leser? Danke.

S. Reisloh, Geschäftsführer des HVV Menden

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