Die Schwerkraft scheinbar ausgesetzt

Der Märkische Arbeitgeberverband spendierte drei neue Experimentierstationen für seinen Garten im Sauerlandpark. Geschäftsführer Werner Sülberg
Der Märkische Arbeitgeberverband spendierte drei neue Experimentierstationen für seinen Garten im Sauerlandpark. Geschäftsführer Werner Sülberg
Foto: IKZ

Hemer..  Werner Sülberg, Geschäftsführer des Märkischen Arbeitgeberverbandes, war der erste, der die neuen Miniphänomene am Mittwoch unter die Lupe nahm. „Hier muss noch ein wenig nachgebessert werden. Man braucht zu viel Kraft. Das schaffen die Kinder nicht“, sagte er im Sauerlandpark, wo der MAV im Landesgartenschaujahr 2010 in Kooperation mit den Arbeitgeberverbänden Arnsberg und Lüdenscheid einen Themengarten anlegen ließ. Hier sollten nicht unbedingt Blumen und Pflanzen im Vordergrund stehen, sondern Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit gegeben werden, auszuprobieren und in die Wunderwelt der Technik einzutauchen.

In der Tat, auch bei den drei neuen Stationen gerieten die Besucher ins Staunen. Gefertigt wurden die Stationen von Auszubildenden der verbandseigenen Lehrwerkstatt Mittel-Lenne.

„Kugelrampe“ und „Fallbremse“ neu im Garten

Warum rollt die Kugel scheinbar bergauf, warum wirken identische Teile als seien sie unterschiedlich groß, und warum fallen Körper mit derselben Masse unterschiedlich schnell – das alles können die Besucher bei den drei neuen Stationen „Kugelrampe“, „Fallbremse“ sowie „Gleich und Ungleich“ erfahren.

Menschen schon frühzeitig für Technik interessieren – das ist das Ziel des Märkischen Arbeitgeberverbandes, und diese Miniphänomenta im Themengarten soll einen Teil dazu beitragen. Gepflegt wird der Garten vom Förderverein Sauerlandpark. Unter anderem hat es sich Eva Rittinghaus zur Aufgabe gemacht, dem technischen Garten auch ein grünes Gesicht zu geben. Dr. Heinz Osing, Vorsitzender des Fördervereins, freute sich sehr über die neuen Anschaffungen für die Miniphänomenta. „Die Kinder des benachbarten Kindergartens können durch das Tor sogar direkt rüber“, sagte er – ein schöner Zufall.

Der Märkische Arbeitgeberverband feiert generell mit seiner Miniphänomenta eine Erfolgsgeschichte. Dabei handelt es sich um 52 einfache Experimente für den Schulflur, das Klassenzimmer oder auch die Pausenhalle, an denen die Kinder jede Menge Spaß haben und vor allem auch viel lernen können. „Wir haben 15 Ausleihen pro Jahr. An jeder Schule bleibt sie zwei bis drei Wochen“, so Werner Sülberg, „die Schulen reißen uns die Miniphänomenta aus den Händen. Wir haben quasi einen Dauerauftrag.“

Neun Experimentierstationen für Besucher jedes Alters

Im Sauerlandpark gibt es jetzt neun dauerhafte Experimentierstationen, eine wird in Kürze dazukommen. Für die Reparaturen kommt der MAV auf, und der Förderverein des Sauerlandparks bekommt für seinen ehrenamtlichen Einsatz im Themengarten eine Spende.