Detailplanung für Landesgartenschau und Innenstadtprojekte
08.05.2008 | 21:46 Uhr 2008-05-08T21:46:00+0200Hemer. Es war ein Parforceritt zwischen Zwergenhöhlen, Seuthe-Millionen und Bebauungsplänen für die Stadtentwicklung: In einer über fünfstündigen Mammutsitzung kämpfte sich der Planungsausschuss am Donnerstgabend durch 41 Tagesordnungspunkte.
Es ging um weitreichende Beschlüsse für die Landesgartenschau und bedeutende Innenstadtprojekte.
Im Mittelpunkt der Sitzung standen die weiteren Planungen für die Landesgartenschau. Die Aufstellung der Bebauungspläne für das Kulturquartier, das Gewerbequartier, Wohnquartier, die Stadtterrassen und den Jübergturm wurde einstimmig beschlossen. Konkreter sind bereits die Planungen für das Gartenschaugelände. Die Architekten Christof Geskes und Kristina Hack stellten auf Grundlage ihres Siegerplanes faszinierende Detailentwürfe vor. Von der Ostenschlahstraße wird eine Lindenpromenade zum großen Platz mit dem Himmelsspiegel als großer Wasserfläche mit Fontänen führen. Gefasst wird der Platz nach Westen durch einen Hain aus Spreeeichen. Richtung Jüberg schließen sich die Stadtterrassen an mit Stauden, Rosengarten, Blumenhalle und einem Integrativ-Spielplatz. Natursteinmauern fangen die Höhen auf. Weiter aufwärts geht über die Himmelsleiter mit 400 Stufen zum Jübergturm. Mäandrierend führt auch ein gut ein Kilometer langer Weg zum Turm. ,,Wir haben eine alpine Situation", erklärte Kristine Hack die Herausforderungen durch Höhenunterschiede. Der Felsenpark zieht sich weiter durch den Wald in Richtung Felsenmeer. Gärten der Bewegung, ein Nebelparcours, eine Skateanlage und der Waldspielplatz „Zwergengold” gehören zu den Attraktionen. Unter knorrigen alten Bäumen wird im Trollenreich, Feenwald oder in Zwergenhöhlen gespielt werden können. Diese Spielplätze werden noch im Jugendhilfeausschuss konkretisiert. Zwischen Ennertsweg und Felsenmeer wird der 16000 Quadratmeter große Garten der Sinne angelegt, mit Klang-, Duft-, Tast- und Kräutergarten. Der Irrgarten soll zu einem der bedeutendsten Europas werden. Im Sommer wird der Baubeginn unter anderem für diesen Sinnesgarten und für den Felsenpark sein. Schon allein die LaGa-Planungen beschäftigten die Politiker eine Stunde lang. Alle schienen so fasziniert, dass eine Diskussion unterblieb. Ein weiteres Millionenprojekt folgte im Eiltempo. Erstmals stellte die Projektentwicklung Ten Brinke Bertram als neue Investoren die geplante Seuthe-Bebauung neben dem Nöllenhofcenter vor. ,,Es ist nicht nur eine Vision. Es liegen genügend Interessenten vor", sagte Geschäftsführer Heiko Bertram. Über 16 Millionen Euro sollen in das Fachmarktzentrum mit 6000 Quadratmetern investiert werde, mit Mietern wie Textilmarkt, Elektromarkt, Drogerie, Discounter und möglicherweise neuer Polizeiwache. 2010 sollen die Kräne verschwunden sein, um den Innenausbau fortzusetzen. Bereits in der nächsten Sitzung am 10. Juni soll es um städtebauliche Aspekte gehen. Hademareplatz, Ostenschlahstraße, Verkehrskonzept Mitte-Ost, Öffnung der Hauptstraße, Friedensparkumgestaltung: All dies waren weitere große Themen der Sitzung.
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