„Der Fahrer des Streuwagens bekommt das gar nicht mit“

Die Ölspur in Landhausen beschäftigte drei Löschgruppen.
Die Ölspur in Landhausen beschäftigte drei Löschgruppen.
Foto: IKZ

Hemer..  Ob es die längste Ölspur im Hemeraner Stadtgebiet war, die am Montag die Hemeraner Feuerwehr auf Trab hielt, konnte nicht genau geklärt werden, aber zumindest wird man sich an diesen Einsatz lange erinnern. Der Streuwagen der Stadtbetriebe Iserlohn-Hemer hatte bei seiner Fahrt durch Landhausen und Stübecken Öl verloren. Die Wache rückte um 13.30 Uhr aus und alarmierte zunächst die Löschgruppe Landhausen zur Verstärkung, die mit zehn Mann im Einsatz war. Dann kam die Löschgruppe Sundwig mit sechs Kräften dazu.

Damit nicht genug, die Freiwilligen der LG Becke musste ab 16.30 Uhr auch ran. Mit zwölf Mann wurden die Sundwiger und Landhauser beim Ölunfall verstärkt. Ursprünglich ging man von 500 Sack Bindemittel aus, die auf der über zwölf Kilometer langen Strecke verteilt wurden – am Ende gegen 20.10 Uhr waren es dann tatsächlich 650 Säcke.

Eiskalt war es draußen, aber die Feuerwehrmänner wurden unterwegs gut versorgt. Im Anschuss trafen sich die Einsatzkräfte im Feuerwehrgerätehaus der LG Landhausen, wo es nach dem Einsatz etwas auf die Gabel gab und die Nachbesprechung stattfand.

Der Streuwagen ist noch nicht wieder einsatzfähig. Michael Sattler, Werkstattleiter der Stadtbetriebe Iserlohn-Hemer schätzt, dass der Wagen rund acht seiner 20 Liter Öl verloren habe. Es handele sich um Motoröl aus der Hydraulikanlage, das über eine Bruchstelle im Schlauch ausgelaufen ist. „Der Fahrer des Streuwagens bekommt das gar nicht mit“, so der Werkstattleiter.

Es ist wichtig, das ausgelaufene Öl schnell aufzunehmen, das zum Beispiel auch für Motorradfahrer gefährlich werden kann. „Ein Tropfen Öl breitet sich je nach Witterung zu einer Fläche mit einem Durchmesser bis zu einem Meter aus“, erklärte Michael Sattler.