„Der Ausbruch“: Ein Trieb, der in allen Menschen steckt

Holger Sticklies stellte seine neue Skultpur „Der Ausbruch“ vor, die er aus Beton, Eisen und Stahl gefertigt hat.
Holger Sticklies stellte seine neue Skultpur „Der Ausbruch“ vor, die er aus Beton, Eisen und Stahl gefertigt hat.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Hemeraner Künstler Holger Sticklies präsentiert seine neue Skultpur, die Menschen zum Nachdenken anregen soll.

Hemer..  Wem gelüstet es nicht nach einem wahren Abenteuer? Nach einem Ausbruch aus dem langweiligen und alltäglichen Leben? Etwas Neues erleben, etwas Waghalsiges tun. Die meisten träumen davon, die wenigsten wagen es. Zu wenige.

Das sieht auch Künstler Holger Sticklies so, der den Menschen mit seiner neuen Skulptur einen Denkanstoß liefern möchte. Einen Denkanstoß, um die eigenen Träume vielleicht doch zu verwirklichen und nicht nur zu träumen.

Struktur hinter einem lassen und nach Neuem streben

Unter dem Titel „Der Ausbruch“ fertigte er aus Beton, Stahl und Eisen die menschengroße Skulptur, die momentan in seinem Vorgarten steht. Auf den ersten Blick wirkt es verworren. Viele Elemente, die keine klare Struktur erkennen lassen. Aber genau das soll es auch nicht. Die Struktur soll hinter einem gelassen werden, ein neuer Weg eingeschlagen werden. Einer der bei weitem nicht mehr an das geordnete Leben gebunden ist. „Viele Menschen funktionieren nur noch in ihrem Leben, Kleinigkeiten zeigen ihnen aber die unendlichen Möglichkeiten auf“, sagt Sticklies. Und diese gelte es zu nutzen.

Spuren des Kampfes gegen die geordneten Strukturen

Dafür sei der „Ausbruch“ nötig, den sein Kunstwerk widerspiegelt. Es sind Hände zu erkennen, schwach, fast nur zu erahnen. Einschusslöcher sind zu sehen. Es sind Spuren des Kampfes gegen die geordnete Struktur. Ebenso wie die verbogenen Gitterstäbe, die einem sofort gewisse Assoziationen in den Kopf schießen lassen. „Natürlich denkt man bei Ausbruch sofort an Menschen, die hinter Gittern eingesperrt sind, die ein neues Leben starten wollen. Aber ich denke in jedem von uns steckt dieser Trieb“, so der Künstler. Zum Glück auch in ihm – denn sonst wäre es nie zu dem Kunstwerk gekommen.