Der Abbau der Bahngleise beginnt

Ehemalige Bahnstrecke zwischen Hemer und Menden in Höhe der Kriegsgräberstätte am Höcklingser Weg
Ehemalige Bahnstrecke zwischen Hemer und Menden in Höhe der Kriegsgräberstätte am Höcklingser Weg
Foto: IKZ

Hemer..  Die Bagger rollen an – die ersten Gleise sollen schon am Mittwoch am Haken hängen. Die Stadt Hemer beginnt mit dem Abbau der Gleise der sogenannten Oesetalbahn. Die Schienen werden zunächst bis zur Bräuckerstraße verschwinden. Die Kosten für diese Maßnahme betragen lediglich 2000 Euro, da die aufgenommenen Schienen direkt verkauft werden. Ein weiteres Angebot zur Fortführung der Demontage bis zum real-Markt in der Becke wird in Kürze im Rathaus erwartet.

Als der Stadt Anfang Oktober der Bescheid der Bezirksregierung Arnsberg zuging, wonach die Schienen auf der Bahntrasse Hemer-Menden aufgenommen werden dürfen, waren im Grunde die Würfel gefallen. Am Dienstagabend hat der Rat der Stadt Menden den Verwaltungsbericht in Bezug auf die Arnsberger Entscheidung nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern zudem einen Antrag der Ratsfraktion „Grüne-Alternative-Liste“ auf eine Anfechtungsklage beim Verwaltungsgericht mehrheitlich abgelehnt. Damit wird der Bescheid endgültig rechtskräftig.

Darüber hat sich auch Bürgermeister Michael Esken in seinem Urlaub informieren lassen. „Am Ende hat die Vernunft freie Bahn. Die Mehrheit der Mendener Ratsmitglieder haben gut daran getan einzusehen, dass in den nächsten 10 bis 20 Jahren ausschließlich ein Radweg auf der Trasse Sinn macht“, zitiert Stadtpressesprecher Marc Giebels die ersten Reaktionen des Bürgermeisters aus Ägypten.

Michael Esken betont in seiner Stellungnahme aber auch, dass er sich nicht als persönlicher Gewinner gegenüber der Mendener Grünen-Fraktion fühlt. Hier gehe es nicht um Sieg oder Niederlage. „Wir haben den Auftrag, dem Wählerwillen zu folgen und dementsprechend die sinnvollsten Entscheidungen zu treffen. Zudem hat der Hemeraner Rat einen einstimmigen Beschluss gefasst, und es ist unsere Pflicht, diesen nun umzusetzen“, so Esken.

Allerdings darf nach derzeitiger Lage zunächst nur die Gleisanlage aufgenommen und noch kein Radweg angelegt werden. „Der Radweg ist jetzt aber zum Greifen nah“, so Michael Esken, der zeitgleich eine Einladung an die Mendener Ratsvertreterinnen und –vertreter ausspricht: „Wenn eines Tages die offizielle Einweihung des Radweges Hemer-Menden ansteht, würde ich mich sehr freuen, mit allen Ratsmitgliedern aus Hemer und auch Menden die Jungfernfahrt mit unseren Fahrrädern bestreiten zu können.“