„Denkverbote sind hier fehl am Platze“
21.02.2011 | 16:15 Uhr 2011-02-21T16:15:00+0100
Hemer.Bei der Klausurtagung der FDP-Fraktion im JuK unter Leitung des Vorsitzenden Arne Hermann Stopsack standen mit dem Haushalt, der möglichen Zusammenlegung der Stadtbetriebe Hemer mit Iserlohn und der Nachnutzung der LGS aktuell wichtigsten Themen Hemers auf der Tagesordnung.
Zuerst gab Kämmerer Werner Dodt einen Überblick über die städtischen Finanzen und den Hauhaltsplanentwurf für 2011. „Allerdings sind viele wichtige Zahlen noch gar nicht belastbar, so gibt es ja nur eine Modellrechnung zum Gemeindefinanzierungsgesetz“, erklärte Stopsack „Festhalten muss man, dass wir in Hemer keine großen Sprünge machen können; Konsolidierung ist angesagt.“ Weiterhin werde äußerste Zurückhaltung bei Investitionen geübt werden müssen. Positiv wird vermerkt, dass die Personalaufwendungen leicht sinken.
Wichtig ist der FDP, dass die Politik anhand von Kennzahlen Ziele und Wirkungen definiert, was mit einem Controlling möglich sei. Hier würden die Möglichkeiten von NKF noch nicht ausgeschöpft. Ferner müssten bei allen Entscheidungen die Folgekosten mehr in den Blickwinkel rücken. Hans-Jürgen Großmann wies darauf hin, dass die neuerdings bei den Sitzungsvorlagen angegebenen Folgekostenberechnungen Ergebnis eines FDP-Antrages seien.
Einig war man sich, dass die strukturellen Probleme der Kommunalfinanzen bis jetzt nicht gelöst seien. Gerade für NRW seien die weiter wachsenden Soziallasten für die Städte, Kreise und den LWL nicht mehr zu tragen. Hier müsse der Bund seiner Verantwortung gerecht werden.
Zweiter Gast war der Erste Beigeordnete Guido Forsting. Mit ihm diskutierten die Liberalen in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Sauerlandpark Hemer GmbH die Zukunft des LGS-Geländes. Hier erwartet die FDP neben Großveranstaltungen, dass der Park ein Bürgerpark sein müsse. „Wir müssen die vielen Freiwilligen von der LGS weiterhin einbinden und motivieren, weiter zu machen“, so Andrea Lipproß, „denn die Attraktivität des Parks hängt auch vom Service und von Aktionen von Vereinen und Verbänden ab.“ Aber die Überlegungen der FDP gehen weiter. „Schon 2006 haben wir den Umzug der Musikschule in die dortigen Gebäude gefordert. Das ist auch immer noch richtig. Dafür sehe ich inzwischen auch eine politische Mehrheit“, führte Stopsack aus. „Unsere Überlegungen gehen aber noch weiter. Neben Archiv und VHS möchten wir auch zumindest prüfen, wie sich eine Verlagerung der Bücherei darstellen ließe und welche Auswirkungen das hätte. Denkverbote sind hier fehl am Platze. Unser strategisches Ziel ist es, das Kulturquartier mit Leben zu füllen. Dort soll ein Quartier von Kultur und Kommunikation entstehen. Auch einen Umzug des Jugendzentrums können wir uns gut vorstellen.“
Abschließend gaben die Lokalpolitiker Forsting mit auf den Weg, das Stadtmarketing im Zusammenhang mit dem Sauerlandpark auf dem Schirm zu haben. Es gab noch Erörterungen Forstings zu neuen Strukturen und Ansätzen im Jugendamt, die zu erheblichen Einspareffekten führen sollen.
19:54
Klingt wie bei meinem Arbeitgeber: Positiv wird vermerkt, dass die Personalaufwendungen leicht sinken.
Kennzahlen sollen Ziele und Wirkungen definieren....
Ich weiß seit diesem Artikel zu 2000 %, welche Partei ich nie wählen werde, zunindest nicht als abhängig Beschäftigter.Wenn ich irgendwann mal die Seiten wechseln sollte, kenne ich dann die Leute, die ich ankreuzen muß.
Ein Professor Doktor.....aus dem Vorstand eines mittelständigen Unternehmens hat vor kurzem die Äußerung gamacht: Wir verwalten uns zu Tode ! Da hat er vollkommen recht, kein Cent mehr Umsatrz, nur weil die schöne Kennzahlenkurve aushängt.