Kirchenkonzert
Das angenehme Musizieren in der Pfarrkirche St. Peter und Paul
10.03.2010 | 15:02 Uhr 2010-03-10T15:02:00+0100Hemer. Das Klarinettenquartett der Musikschule Hemer hat mit der Sängerin Marietta Schwittay-Niedzwicki ein schönes Konzert in der Pfarrkirche St. Peter und Paul gegeben.
Die Frage, ob sie zufrieden sei mit dem Ablauf des Konzertes, bejahte Marietta Schwittay-Niedzwicki ausdrücklich. Und was die Sängerin genauso erfreute, waren die zahlreichen Zuhörer, die am Sonntagnachmittag in die St.-Peter-und-Paul-Kirche gekommen waren, um das vom Förderverein der Musikschule und vom Förderkreis Haus Hemer mitgetragene Kirchenkonzert zu hören.
Neben Marietta Schwittay-Niedzwicki, an der Orgel von Thomas Kick begleitet, spielte das Klarinettenquartett der Musikschule: Birgit Maiworm, Noriko Kirch, Klaus Leser und Martin Niedzwicki begaben sich mit ihren Instrumenten ins 17. und 18. Jahrhundert und spielten in der Bearbeitung für Klarinette Werke von J. S. Bach, A. Corelli, G. Ph. Telemann und C. Stamitz.
Zu Beginn von Bachs Fuge wurde deutlich, was das Musizieren in der Peter-und-Paul-Kirche so angenehm macht, andererseits aber auch viel Aufmerksamkeit erfordert: die sehr gute Akustik. Werden Tonfolgen zu schnell gespielt, entsteht statt eines Nacheinanders der Töne ein Ineinander. Die Musiker des Quartetts besannen sich schnell, ließen den Motivfolgen mehr Zeit zum Fließen und stellten den dynamischen Aufbau der Werke sehr gut darauf ein. Es entstand ein sehr harmonisches Miteinander, das sie im Folgenden beibehielten und ihre gesamten Interpretationen auszeichnete.
Marietta Schwittay-Niedzwick konzentrierte sich auf Arien von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel. Aus der Matthäus-Passion sang sie „Buß und Reu", aus dem „Schemellischen Gesang-Buch", „Ich halte treulich still" und „O du Liebe meiner Liebe" sowie aus dem Messias-Oratorium „Er ward verschmähet und verachtet". Sie wählte für ihre Vorträge ein langsames Grundtempo. Dadurch konnte sich ihr angenehmes Timbre sehr deutlich entfalten, nahm aber auch die Eindringlichkeit mancher Textstelle zurück. Thomas Kick war ihr an der Orgel ein aufmerksamer Begleiter. Er selbst rahmte das sehr schöne und kurzweilige Konzert mit zwei Orgelwerken von Pachelbel ein.
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