Bewegende Geschichte mit glücklichem Ende
06.09.2010 | 16:58 Uhr 2010-09-06T16:58:00+0200
Hemer.Er markiert den Endpunkt der Stadt und den Übergang in die Landschaft. Er ist Hemers neues Wahrzeichen. Der Jübergturm. Am Sonntagabend wurde er unter dem Motto „Er bewegt sich!“ offiziell an die Hemeraner Bürger überreicht.
Neun Monate hat es von der Planung bis zur TÜV-Abnahme am Abend vor der LGS-Eröffnung insgesamt gedauert. Neun Monate, die allen Beteiligten alles abverlangt haben. Doch so bewegend und nervenaufreibend die Geschichte des Jübergturmes auch ist, so sehr hat sie gleichzeitig dazu beigetragen, dass sich die Hemeraner mit ihrem neuen Wahrzeichen identifizieren. Viele waren am Sonntagabend zum Turm hinaufgestiegen, um den Festakt mitzuerleben.
Dicht an dicht standen die Menschen am Fuße des Turmes, der mit einer dicken roten Schleife umwickelt war. Und nachdem der erste Übergabetermin wegen schlechter Prognosen abgesagt werden musste, spielte das Wetter dieses Mal mit: kühl, dafür aber trocken und nicht zu windig mit einem sternenklaren Himmel. „Es ist eine traumhafte, ideale Witterung“, sagte Dietmar Tacke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hemer-Menden, bei der Begrüßung der Gäste, bevor er auf die Geschichte des Turmes blickte. Er erinnerte an das erste Modell, einen Betonturm, an die energischen Bürgerproteste gegen eben diesen, an zwei Holzturmvarianten, von denen eine die geplanten Kosten um das Dreifache überstiegen habe, und schließlich an die Wahl des 470 000 Euro teuren Jübergturmes, geplant von dem Architekten Stephan Birk (der am Sonntag wegen eines neuen Projekts in Venedig weilte) und von den Bürgern aufmerksam verfolgt.
„Es ist eine 1-A-Lösung, die realisiert worden ist, es ist unser Turm geworden“, betonte Bürgermeister Michael Esken, der der Sparkassenstiftung als Turm-Sponsor seinen herzlichen Dank aussprach. Ein großer Dank galt aber auch den vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die zu der Erfolgsgeschichte des Jübergturmes, der weltweit auf Online-Architekturportalen von sich Reden macht, beigetragen haben. Und nach der Installation der Beleuchtung, gesponsert von der Firma BEGA, wird Hemers neues Wahrzeichen weiter optimiert. Aktuell sind Sitzgelegenheiten auf der Plattform in Planung.
Doch nicht von oben, sondern ausnahmsweise von unten hatten die Hemeraner am Sonntag den besten Blick, als LGS-Sicherheitsbeauftragter Siegfried Tomczak den Turm mit einem kleinen Feuerwerk in Szene setzte. Zuvor hatten Michael Esken, Dietmar Tacke sowie Peter Sagwitz (BEGA) gemeinsam die rote Schleife vor dem Turmeingang durchtrennt. Bei Bier und Brezeln ließen die Hemeraner den Abend ausklingen, die Zukunft des Jübergturmes aber hat gerade erst begonnen.
22:00
Mit der Beleuchtung hat der Turm sehr gewonnen. Danke für die Umsetzung dieser guten Idee. Hoffentlich kann man die Beleuchtung auch über das Ende der LGS hinaus dauerhaft erhalten.