Bereit zum Verkauf des Grundstücks

Zwischen McDonald’s, Bahnhofstraße, ZOB und neuem Radweg erstreckt sich das Grundstück, das wieder verkauft werden soll.
Zwischen McDonald’s, Bahnhofstraße, ZOB und neuem Radweg erstreckt sich das Grundstück, das wieder verkauft werden soll.
Foto: www.blossey.eu

Hemer..  Auch wenn die Bünting-Gruppe offenbar kein Interesse mehr hat, in absehbarer Zeit auf dem ehemaligen Bahnhofgelände den seit langer Zeit geplanten Telepoint-Elektromarkt zu errichten, gibt es Hoffnung, dass das Gelände nicht auf weitere Jahre brach liegt. Kurz vor Weihnachten haben sich Bürgermeister Michael Esken und Baudezernentin Andrea Wolf mit Verantwortlichen der Firma Bünting getroffen.

„Es war ein gutes Gespräch“, bilanziert der Bürgermeister. „Seitens Bünting ist man bereit, das Grundstück schnell wieder zu verkaufen, wenn wir einen interessierten Käufer vermitteln. Offensichtlich hat Bünting kein Interesse daran, anderen Betreibern von Elektromärkten Steine in den Weg zu legen.“

Bebauungsplan verhindert andere Branchen

Einen solchen Betreiber möchte die Stadt Hemer möglichst bald präsentieren, um die bauliche Entwicklung der Innenstadt an diesem markanten Punkt endlich voranzutreiben. Zwar hat die Stadt von Bünting die Kaufsumme für das Grundstück in Höhe von über 900 000 Euro und zudem Gebühren für die bereits im Sommer erteilte Baugenehmigung kassiert, so dass sich der finanzielle Schaden für die Stadt in Grenzen hält, aber mittelfristig soll ein Elektromarkt die Anziehungskraft der Einkaufsstadt Hemer stärken und auch Kunden aus der Nachbarschaft anlocken.

Der eigens zu diesem Zweck geänderte Bebauungsplan schreibt vor, dass ausschließlich ein Elektorfachmarkt auf dem Grundstück etabliert werden kann. Andere Branchen sind ausgeschlossen. Lediglich ergänzende kleine Geschäfte mit anderem Sortiment sind in Kombination mit einem großen Elektromarkt möglich.

Als seinerzeit der Verkauf des Grundstücks vorangetrieben worden war, hatten mehrere potenzielle Betreiber Angebote abgegeben. Vor allem das weit entwickelte Konzept für den Telepoint-Markt hatte dann dafür gesorgt, dass Bünting schließlich den Zuschlag bekam. Nun werde die Liste der damaligen Interessenten abgearbeitet, so der Bürgermeister. Erste Gespräche seien bereits geführt worden, weitere folgen. Michael Esken ist guten Mutes, dass sich schon bald eine Lösung des Problems abzeichnet.