Baum wächst aus Porsche
12.04.2010 | 16:43 Uhr 2010-04-12T16:43:00+0200Hemer. Da staunte so mancher nicht schlecht, als er am Samstag auf den Parkplatz auf dem Gelände der Landesgartenschau blickte. Hatte denn jemand seinen Porsche vor Jahren dort abgestellt und vergessen? Oder wollte da jemand Gras über eine Sache wachsen lassen?
Gras war zwar nicht gewachsen, dafür aber scheinbar ein Baum und zwar mitten durch einen alten inzwischen verrosteten 924. Keine Laune der Natur, sondern ein „Zauber der Verwandlung”.
Nachgeholfen hatten die Schülerinnen der Kunst AG aus den Stufen 10 bis 12 des Woeste-Gymnasiums unter Leitung von Jan Wille. Aufsehen erregt hatten die Künstler bereits unter anderem mit ihrem Afrika-Auto. Auf einen alten Astra waren in mühevoller Arbeit mit Autolack und Pinsel afrikanische Tiermotive aufgetragen worden. Nun sollte ein weiteres Highlight das LGS-Gelände schmücken - passend zu dem Motto „Zauber der Verwandlung”.
In Zusammenarbeit mit Studenten des Studiengangs Automotive der Fachhochschule Südwestfalen, Hochschule für Technik und Wirtschaft, in Iserlohn und Professor Dr. Wilhelm Hannibal, hatte die Kunst-AG einen schrottreifen Porsche 924 „ausgeschlachtet”, mit Plasmaschweißgerät und Trennschleifer auseinandergenommen, um die Karosserie nun auf dem LGS-Parkplatz um einen Baum herum zusammenzuschweißen. Sämtliche Genehmigungen - unter anderem vom Umweltamt - waren eingeholt.
„Das Innenleben herauszubekommen war unglaublich anstrengend. Aber es hat trotzdem unheimlich viel Spaß gemacht”, sagte eine Schülerin. Mithilfe der Hausmeisterei hatten die Schülerinnen und Studenten die zwei Porscheteile auf das Gelände gebracht. Die Freiwillige Feuerwehr Sundwig sorgte für das Starkstromaggregat und schon konnte es losgehen. Professor Dr. Wilhelm Hannibal machte sich nicht nur als Schweißer ans Werk, sondern sponserte im Namen der Firma enTec Consulting GmbH in Hemer 200 Euro. Nach ein paar Stunden war das Werk dann vollbracht. Auch Eckardt Lüblinghoff, Schulleiter des Woeste-Gymnasiums, war sichtlich begeistert von dem Resultat: „Es ist wieder etwas richtig Spannendes entstanden”.
Unterstützt wurde das Projekt auch von Gartenbau Müller und dem Kfz-Meisterbetrieb Wessendorf in Altena sowie Alberts Mühle in Sundwig.
14:44
Finde die Idee absolut witzig und einfallsreich. Zumal man mit dem Hausfrauen Porsche eh nie richtig heizen konnte ist da auch nichts wertvolles verloren gegangen. Macht weiter so, denn Ideen kann man nie genug haben.
16:18
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13:28
Gut dass es verschiedene Geschmäcker bei Kunstwerken gibt.... Was heutzutage nicht alles als Kunst bezeichnet wird.. :O
08:34
Ohne den Artikel zu lesen, hab ich gedacht, dass ist bestimmt ein Kunstwerk der Gymnasiasten...ich hab nur das Bild betrachtet...
08:05
Was heute alles als Kunst bezeichnet wird....
18:05
Zumal der Porsche nur da anfangen wird zu rosten, wo die Kunst AG geflext hat.
Der 924 war der erste vollverzinkte von Porsche.
In der Abenddämmerung mal ein paar schöne Fotos gemacht und nach Zuffenhausen schicken.
Da winkt mit Sicherheit eine Einladung zur Werksbesichtigung.
16:18
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