Bagger rollen ohne Erlaubnis

Die Bagger an den Waldwege-Baustellen im Stephanopeler Tal sollten eigentlich stehen bleiben, doch am vergangenen Freitag waren sie wieder im Betrieb – ohne Erlaubnis.
Die Bagger an den Waldwege-Baustellen im Stephanopeler Tal sollten eigentlich stehen bleiben, doch am vergangenen Freitag waren sie wieder im Betrieb – ohne Erlaubnis.
Foto: IKZ

Hemer..  Eigentlich sollte an den beiden Waldwege-Baustellen im Stephanopeler Tal Ruhe herrschen, nachdem das Regionalforstamt Märkisches Sauerland gegen das dort tätige Unternehmen eine Stilllegungsverfügung erlassen hatte. Doch der Besitzer missachtete nun diese Verfügung und setzte am vergangenen Freitag seine Arbeiten ohne Erlaubnis fort, wie Waldanlieger dem Forstamt mitteilten. Dieses sorgte zusammen mit der Polizei für eine sofortige Beendigung der Arbeiten.

Gewaltige Massen an Bodenmaterial, die nach Ansicht der Fachleute für den Waldweg aufgrund seiner Zusammensetzung ungeeignet sind, hatten das Forstamt vor einigen Wochen zu der Stilllegungsverfügung veranlasst. Erschwerend kam hinzu, dass anscheinend deutlich mehr Material in den Wald gekippt worden ist, als für die fachgerechte Instandsetzung von Waldwegen notwendig ist.

Hatte das Regionalforstamt bisher noch gehofft, mit der ausführenden Firma zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen und einen Weg zu finden, wie das Bodenmaterial Wegebau tauglich gemacht werden kann, wurde nun der Bogen seitens des Unternehmens zu sehr überspannt, wie Sebastian Blanke vom Regionalforstamt mitteilte: „Am Montag hat sich das Unternehmen zwar wieder an die Auflagen gehalten, allerdings ist es ihm zuzutrauen, dass es am Dienstag wieder loslegt. Aus diesem Grund werden wir nun auch weitere juristische Schritte einleiten“, sagt Blanke. Damit greift die Behörde zum wohl letzten Mittel, dem Desaster rund um den Waldwege-Bau im Stephanopeler Tal ein Ende zu setzen.