Auf der Oesetalbahn sollen wieder Züge rollen
16.04.2009 | 17:14 Uhr 2009-04-16T17:14:00+0200
Hemer. (rd) Oesetalbahn - so soll die Eisenbahnstrecke zwischen Menden und Hemer heißen. Die Reaktivierung dieser Zugverbindung hat sich der kürzlich gegründete „Förderverein Oesetalbahn Hemer - Menden" vorgenommen.
Der neue Ortsverein kooperiert mit der Rhein-Sieg Eisenbahn GmbH (RSE) zum Erhalt der Strecke. Seine Mitglieder waren schon tatkräftig trotz anhaltend schlechtem Wetter Ende März an den Umbaumaßnahmen am Bahnhof Hemer beteiligt: u. a. Schrauben aufdrehen, Kleinteile sichern, Weichenhebel abmontieren, Schienen mit Flex trennen. Inzwischen sind die für den Umbau des Bahnhofs Hemer erforderlichen drei Weichen gesichert worden. (Wir berichteten). Nun muss in Kürze der Wiedereinbau der Weichen organisiert werden.
Die Freunde der Oesetalbahn plädieren für die Wiederbelebung des 127 Jahre alten Schienenwegs, denn Zugfahrten mit passenden Anschlüssen zu Regional- und Fernverbindungen und abgestimmt mit dem Busverkehr bieten Bürgern und Besuchern Mendens und Hemers eben eine schnelle, bequeme und umweltgerechte Mobilität unabhängig vom Auto. Sie entlasten außerdem die stark befahrene Bundesstraße 7 und andere Straßen, indem ein Stück Straßenverkehr auf die Schiene verlagert wird. Der Oesetalbahnverein möchte daher eine weitere Ausdünnung des Schienennetzes im Städtenetz Balve-Hemer-Iserlohn-Menden verhindern.
Die Oesetalbahner wollen die Landesgartenschau 2010 in Hemer nach Kräften unterstützen, denn auf der Schiene wird eine attraktive, teils nostalgische Anreisemöglichkeit sogar für große Reisegruppen geschaffen. Erste Kontakte mit Eisenbahnvereinen sind bereits geknüpft worden. Der neue Förderverein strebt außerdem eine gute Zusammenarbeit mit den Eisenbahnfreunden Hönnetal (EFH) an. Nach den Vorstellungen der engagierten Oesetalbahn-Macher sollen neben moderneren Zügen also auch wieder Schienenbusse in Menden und Hemer zu sehen sein.
Die heimische Region erhält mit der Bahn einen weiteren Baustein für sanften Tourismus. Der Verein will Radfahrern aus nah und fern zur vielerorts bewährten und beliebten Mitnahme ihres Rades per Zug verhelfen, auch zur besseren Anbindung an den Ruhrtal-Radweg. Mittelfristig wird die Reaktivierung der Strecke Menden-Hemer für öffentlichen, regelmäßigen Fahrplanverkehr angestrebt.
Bei den Oestalbahnern engagieren sich Mendener und Hemeraner, Verbände wie der VCD, ADFC-Ortsgruppen, Grüne und Eisenbahner. Gelingen kann die kurzfristige und erst recht dauerhafte Bahnreaktivierung nur in gemeinsamer Anstrengung aller Beteiligten: Städte, Kreis, Zweckverband Ruhr-Lippe, Vereine - und aller Hemeraner und Mendener Bürger. Alle, die sich für den Erhalt der Bahnstrecke Hemer-Menden einsetzen wollen, sind willkommen und zur Mitarbeit eingeladen. Wer von Eisenbahn fasziniert ist und immer schon mal beim Betrieb mitmachen wollte, ist bei den Oesetalbahnern richtig! Für Information und Kontakt steht derzeit die Internetseite des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) Hagen/MK e. V. zur Verfügung („www.vcd.org/hagen-mk”). Kontaktaufnahme zum Verein per E-Mail an Matthias Gast über „oesetalbahn@gmx.de” oder Christoph Spiekermann über „oesetalbahn2@email.de”.
00:26
@ Pressecodex #18
Meine Oma sagte immer:
Manche hören auch das Gras wachsen - weil sie es hören wollen, um dann drüber nörgeln zu können. ....
20:05
Pressecodex,überhaupt schon mal Bahn gefahren im Leben??
Welches Menden war es denn??Sicher das im Rheinland oder???
19:50
Die Urheber haben sich eine Menge Gedanken darüber gemacht, wie die Linie zu benennen sei. So kann sich jeder in beiden Städten damit identifizieren, ohne dass es Streit über die Reihenfolge der Namen geben kann. Die Oese ist doch, ebenso wie die Bahn, etwas Verbindendes zwischen beiden Gemeinden.
19:36
Man konnte die Holzzüge bereits in Menden hören da sind die in Hemer noch nicht mal losgefahren. Wer das nicht gehört hat dürfte taub sein.
So ein Zug poltert in der Lautstärke eines startenden Düsenjets da ist das bisschen flüstern was eine Autobahn erzeugt NIX gegen.
14:17
Zwei Anmerkungen zum Thema:
1. Ich wohne direkt an der Bahnstrecke, seit Jahrzenten war die Lautstärke nie ein Problem (natürlich wenn ein Zug vorbeifuhr). Somit sollten sich irgendwelche Wichtigtuer nicht meinen Kopf zerbrechen.
2. Den Namen Oesetalbahn finde ich genauso daneben, wie Oesebach. Da haben Leute wohl ungemein Angst, daß das Gallische Dorf in Hemer in die Bedeutungslosigkeit abrutscht.
Für die Zukunft wünsche ich Euch viel Spaß mit der Oesegartenschau, dem Oesefelsenmeer, dem Oeser Amt, der Autobahnausfahrt Oese Zentrum und den Oeser Herbsttagen.
13:23
@5#pressecodex
Man sollte nachdenken, bevor man schreibt. Das Rheintal hat eine besondere Akustik durch die steilen Wände, besonders am Mittelrhein zwischen Koblenz und Bingen. Außerdem wird die Strecke mit z.T. sehr alten Garnituren und relativ hohen Geschwindigkeiten bei dichter Taktung (20 - 30 Minuten in Spitzenzeiten) befahren.
Der Zug fährt durch, und dann sind mindestens 20 bis 30 Minuten Ruhe, sogar auf der stärker befahrenen linksrheinischen Seite.
Eine Autobahn erzeugt eine ununterbrochene Lärmschneise von 2 km Breite, ohne Unterbrechung, Tag und Nacht. Den Verkehr auf der A 46 würde man auf einer Breite zwischen Stübbecken und Hemer Innenstadt, oder weiter östlich zwischen Holzen und Wickede über 24 Stunden am Tag hören.
Die Bahnstrecke Hagen-Bestwig ist nur bei Nordwind noch in Schwitten (1km Luftlinie) oder in Wimbern zu hören.
In Hemer werden Sie nur die Züge erdulden müssen, die für Hemer fahren.
Die A 46 würde Hemer und Menden überhaupt nicht bedienen, sondern Kassel, Hannover, Berlin, Warschau, Minsk und Moskau.
Sie wissen offenbar überhaupt nicht, wovon Sie reden. Fragen Sie ruhig mal bei Anwohnern an der A 40 in Essen oder Bochum nach. Die würden Ihnen rasch den Geist vorführen, den Sie aus der Flasche lassen wollen.
Oder denken Sie einfach mal ein paar Minuten nach.
13:12
Das hat damit überhaupt nichts zu tun,sondern das dort Leute im Management sitzen die wie ihr KEINE Ahnung von Eisenbahn haben.....
....vielleicht sich mal informieren bevor man schreit,aber an Infos und Argumenten scheint es ja auf der Gegnerseite immer zu fehlen.....
11:56
Zitat : ....genau,Arbeitsplätze wegnehmen,schlimmer wirds es nicht oder????
Kein Wunder das Firmen wie Märklin Pleite gehen wenn die Jungs grössere Spielzeuge kriegen und nicht mehr auf den Hobbykeller angewiesen sind. Was anderes ist das doch nicht.
11:53
Das ist ja toll, endlich bekomme ich die Anfänge einer neuen Never ending Story im Erwachsenenalter mit. In den Anfängen der Autobahndisskusion war ich noch Kind. Aber gut das Hemer jeder Generation solche Storrys liefert die einen fast sein ganzes Leben begleiten. Das schafft doch Heimatverbundenheit. Schönes Wochenende
11:06
....genau,Arbeitsplätze wegnehmen,schlimmer wirds es nicht oder????