Armut hat viele Gesichter
26.08.2010 | 17:00 Uhr 2010-08-26T17:00:00+0200
Hemer.„In den 130 Tagen im Krankenhaus habe ich viel Zeit zum Nachdenken gehabt. Mir ist bewusst geworden, wie viel Freude ich mit den Menschen in Brasilien und auch hier in Deutschland bei meiner Arbeit habe. Es ist immer eine authentische Mission“, sagt Pater Beda.
Zusammen mit seinen Helfern aus dem Aktionskreis Pater Beda besuchte er am Donnerstag die Redaktion der Heimatzeitung. Und in Hemer hat er auch jetzt wieder eine Aufgabe: Möglichst viele Menschen von seiner Arbeit mit den Ärmsten der Armen im Nordosten Brasiliens zu überzeugen. Sieben junge Brasilianer sind vorgestern in Deutschland angekommen, und gemeinsam mit Pater Beda machen sie eine Reise durch die Schulen, gehen in die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, um Aufklärungsarbeit zu leisten.
Doch die Gruppe will auch so oft es geht auf der Landesgartenschau präsent sein und guckt sich schon jetzt mögliche Schauplätze für die Darbietungen aus. Selbstverständlich geht es um Information, aber auch darum, Danke zu sagen, für die großartige Unterstützung aus der Felsenmeerstadt. Über 40 Jahre engagieren sich Hemeraner schon im Aktionskreis Pater Beda, und sie haben viel bewegt. Spricht Pater Beda über die Entwicklung in den Projektgebieten, zum Beispiel über das frühere Kinderdorf Simoes Filho, das heute eine Jugendbildungsförderungsbewegung ist, leuchten seine Augen. So konnten 70 junge Leute zum 1. August aktuell eine Lehre zum Maurer beginnen. „Und alle haben die Garantie auf einen Arbeitsplatz“, freut sich der 75-jährige Beda.
Bei den verschiedenen Vorträgen und Vorstellungen in der Felsenmeerstadt werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene mehr erfahren, in Rollenspielen, bei Tanzdarbietungen und vielem mehr. Einerseits wird die Glaubenskraft der Brasilianer deutlich werden, andererseits wird über die harte Wirklichkeit der armen Bevölkerung Brasiliens berichtet.
Am 1. September ist die Gruppe im katholischen Gemeindezentrum Im Keunenborn zu Gast, tags darauf beginnt die Rundreise durch die Schulen. In der Sundwiger Freiherr-vom-Stein-Schule geht es los.
Am Dienstag, 21. September, findet in der Zeit von 19 bis 21 Uhr im Grohe-Forum eine ganz besondere Veranstaltung statt, zu der alle Hemeraner herzlich ein geladen sind.
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