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Felsenmeerschule

Abschluss der Firmreise in der Felsenmeerschule

28.09.2011 | 15:09 Uhr
Abschluss der Firmreise in der Felsenmeerschule
Weihbischof Berenbrinker in der Felsenmeerschule

Hemer. Hunderte junge Katholiken im Dekanat „Märkisches Sauerland“ empfingen in den vergangenen Wochen die Firmung von Weihbischof Hubert Berenbrinker. Zum Abschluss seiner Firmreise durch Hemer, Iserlohn, Menden und Balve besuchte der Bischof gemeinsam mit Dechant Jürgen Senkbeil die Felsenmeerschule, als Förderschule des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Im Religionsunterricht der ersten Klasse begegneten die körperlich behinderten Schüler Berenbrinker mit jeder Menge Neugier. „Du hast ja einen lustigen Hut auf“, lachte I-Dötzchen Finn auf, als er den violetten Pileolus des Bischofs bemerkte.

Eine Geschichte darüber, dass Jesus alle Kinder wichtig sind, stand im Mittelpunkt dieser Unterrichtsstunde, die der Weihbischof mit einem gemeinsamen „Vater unser“ beendete.

Berenbrinker hatte bereits während seiner Pastorenzeit in der Nähe von Siegen viele Begegnungen mit behinderten Kindern gehabt. An einer Förderschule bereitete er die Schüler damals auf die Erstkommunion vor. „Diese Gottesdienste waren die schönsten, die ich jemals gefeiert habe“, sagt der Bischof noch heute.

Die Neuntklässler hatten sich für den Ehrengast einige Fragen überlegt. Die Schüler wollten erfahren, warum er ausgerechnet ihre Schule besucht oder warum er Bischof geworden ist. Aber auch manch ausgefallene Frage war dabei: „Gehst du selber einkaufen?“

Letzte Station in der Felsenmeerschule war der Trauergarten. „Der Tod ist hier präsenter als in anderen Schulformen“, unterstrich Schulleiter Dirk Kolar. Deshalb legte die Schulgemeinschaft einen „Garten der Erinnerung“ an, in dem verstorbener Schüler und Lehrer gedacht werden kann.

Der offizielle Abschluss der Firmreise bildete eine Konferenz am Nachmittag. Im Sauerlandpark empfing Bürgermeister Michael Esken den Weihbischof und führte ihn über das ehemalige Landesgartenschau-Gelände. Anschließend wertete Berenbrinker gemeinsam mit Senkbeil und einigen Mitarbeitern die wochenlange Firmreise durch das Dekanat aus. Die nächsten Firmfeiern im Dekanat „Märkisches Sauerland“ werden in zwei Jahren stattfinden.

Thorsten Streber

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