A 46 nur bis Menden: „Gute Nachricht für Hemer, schlechte für Region“
22.09.2011 | 16:37 Uhr 2011-09-22T16:37:22+0200
Hemer/Menden. „Es ist eine gute Nachricht für Hemer und eine schlechte für die Region“, so der erste Kommentar von Bürgermeister Michael Esken zum geplanten A 46-Weiterbau nur noch bis Menden.
Die schon seit Monaten diskutierte Teilung des Linienbestimmungsverfahrens hat die Landesregierung gestern bestätigt. Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger hat dem Düsseldorfer Verkehrsausschuss die Prioritätenliste für die Bundesfern- und Landesstraßen vorgestellt. Die A 46-Planungen werden auf der Teillinie bis Menden fortgesetzt. Zwar ist die B 515 als Anbindung noch im Titel genannt, doch eine „Netzuntersuchung soll den optimalen Punkt zur Einbindung in das Netz finden“.
Für die weitere Straßenplanung von Menden bis Arnsberg und damit den Lückenschluss bedeutet die Entscheidung das - zumindest vorläufige - Aus. „Die bisherige Linie wird aufgehoben. Die Planung wird ruhend gestellt,“ so die Landesregierung. Sollten die Planungen in Zukunft wieder aufgenommen werden, soll eine Nullvariante mit Untersuchung alternativer Netzlösungen unter Beteiligung des Umweltministeriums erfolgen.
Für Hemer wird durch den Teilabschnitt bis Menden der bestehende Ratsbeschluss umgesetzt. „Heute sind wir einen Schritt weiter. Der Lückenschluss ist aber die eigentliche politische Forderung“, betont Bürgermeister Esken.
Für Menden ist die Entscheidung eine Hiobsbotschaft. „Ein Ende in Menden darf es nicht geben!“, so der CDU-Landtagsabgeordnete Wolfgang Exler. Nun entstehe leider nur ein „unvernünftiger“ Teilerfolg für das Sauerland. Der Ausbau von Hemer bis Menden sei folgerichtig und alternativlos. Aber der gesamte Lückenschluss bis Arnsberg sei notwendig. „Hier spricht die Landesregierung mit gespaltener Zunge. Die SPD will den durchgängigen Lückenschluss, doch die Grünen im Umweltministerium blocken ab! Hiermit werden nur Verkehrs- und Stauprobleme nach Menden verlagert, was unerträglich ist“, so Exler.
SPD-Landtagsabgeordneter Michael Scheffler begrüßt die Rangfolge in der Planung, die nun endlich mehr Transparenz in den öffentlichen Straßenbau brächte. Auch für die Städte Iserlohn und Hemer sei das Ergebnis positiv.
Auch Autobahnbefürworter Heinz Vihrog kann nicht jubeln. Der Sprecher der Initiative Pro A 46 freut sich zwar für die Stadt Hemer. Doch für seine Heimatstadt Wickede sei die Teilung des Lückenschlusses enttäuschend.
Stefan Neuhaus als Sprecher der GigA46 erklärte: „Die A 46 darf nicht in Menden enden. Also sollten wir sie auch ganz lassen“. Die Hoffnung der Gegner: Bei den geringen Finanzmitteln, die zur Verfügung stünden, werde der Bund als Geldgeber keinen Autobahnabschnitt realisieren, der nicht viel mehr als eine Ortsumgehung sei.
19:51
@16 und 17
Das wäre ja wohl die absolute Brachiallösung. Eine Verbreiterung der B7 ist überhaupt nicht notwendig. Die Staus, die ab der Märkischen Straße in Richtung Menden entstehen, sind nur auf die Ampeln zurückzuführen. Kreisverkehre in Niederhemer und vor dem Gewerbegebiet (real) würden dafür sorgen, dass der Verkehr langsamer, aber dafür stetig abfließen würde.
Für solche pragmatischen Lösungen sind Beton-Anbeter aber nicht zu gewinnen.
11:21
Kreisverkehre an den großen Kreuzungen entlasten zusätzlich...
11:20
Warum eigentlich nicht die B7 richtig ausbauen? Ein paar Anwohner enteignen, Häuser abzureißen und die Straße vierspurig ausbauen. Flächenmäßig würde es weniger Schaden anrichten als eine Schneise durch die Wälder zu schlagen. Ein Großteil der Strecke besteht nämlich zu beiden Seiten aus Feldern. Bzw. eine nicht genutzte Bahnstrecke.
Dass ein Autobahnstummel ohne direkte Verbindung weiteren Verkehr anlockt, halte ich übrigens für sehr unwahrscheinlich. Wer die Strecke schon jetzt nicht befährt, fährt sie auch nicht, wenn er drei Minuten länger auf der Bahn bleiben kann und dann evtl. im Stau steht.
15:23
Herr Esken lebt - wie andere Politiker nun mal auch - von der Stimmung. Und da würde es mich schon sehr wundern, wenn er hier nicht selbst für Stimmung sorgen würde bzw. ließe. Zur LGS hat das wunderbar geklappt. Deswegen ja auch die gebetsmühlenartige Wiederholung Ohne LGS... und ein gezieltes IndieWeltsetzen von Halbwahrheiten. Was ich lustig finde: dass das so platt gemacht wird. Da hat man schon Spaß dabei. :-)
In Verkehrsfragen sind die Konservativen in Hemer nun wahrlich konservativ: nämlich von gestern! Deswegen sperrt man sich auch gegen eine sinnvolle für Hemer nun wirklich wichtige Ortumgehung. Stattdessen wartet man auf den Weiterbau einer Autobahn.
23:11
Es lohnt nicht, mit Hemer30 und ähnlich gelagerten Charakteren zu argumentieren. Sie sind eben politische Fanfaren: hohl und beschränkt auf die Produktion von Blechklängen, wenn man nur kräftig genug hinten reinbläst.
21:48
@ #7 Hemer30
Wenn einem keine Sachargumente mehr einfallen, kommen Sie wieder mit dem Reflex Wenn ihr nicht 100% alles wollt, was die CDU will, dann kommt unaufhaltsam der Sozialismus. Mit tumben Kalter-Krieg-Parolen die ebenso verfehlte wie verstaubte wie v. a. gescheiterte Auto(bahn)vorrangpolitik der 1960er/70er-Jahr verteidigen? Primitiv!
Die konkrete aktuelle Frage nach der A46 hat nicht das allergeringste mit dem (veraltenden) Gegensatz Sozialismus-Kapitalismus zu tun.
Ich will den (vollen) A46-Lückenschluss weder für oder in Träume(n) noch in der Wirklichkeit!
Arbeitsplätze haben wir auch ohne die neue Fernstraße, sogar mehr als in vielen Städten mit mehr Autobahn.
@#8 joshi33:
Man kann in Zügen auch fahren, ohne sein Auto dabei zu haben ;-)
Auf vielen Autobahnen stehen mehr Autos im Stau als auf der B7, weil Autobahnen eben immer zusätzlichen, teils überflüssigen Autoverkehr anlocken.
Nur Verkehr, der gar nicht entsteht oder unmotorisiert abläuft oder auf den Schienen rollt, kann die Straßen entlasten. Bessere Steuerung und zeitliche Verteilung des Straßenverkehrs sind weitere gute Ansätze.
Mit noch mehr neuen Straßen dagegen löst man nicht die Probleme, die zu viele Straßen und zu intensiver Autoverkehr auslösen.
Wir schaffen das hier in der Region auch ohne die Autobahn, ganz pfiffig und unideologisch werden wir das mit den Alternativlösungen hinkriegen - ganz sicher!
20:58
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16:09
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12:17
@9: typisches sozialistisches Besserwisser Gebahren, das Sie da an den Tag legen. Ich habe nie eine Partei genannt und Sie machen den Rundumschlag. Nur durch Schimpfen, wie Sie es machen, wird kein Arbeitsplatz erhalten geschweige denn geschaffen. Sie mit Ihrer intoleranten Meinung schaffen lieber den Sozialismus.
12:07
@7: wahre CDU-Sprüche, gell? Da haben Sie gut zugehört. Alles, was Ihnen nicht in den Kram paßt, nennen Sie Sozialismus. Schöne Weltanschauung.
@8: welche wirtschaftliche (!) Prüfung meinen Sie? Es gab m. W. nach gar keine. Aber manches hält sich halt hartnäckig.
Da eh kein Geld mehr da ist, die Stadt aber dringend eine Ortumgehung braucht, sollte man an der B7n-Lösung weiterarbeiten. Das wird der in dieser Hinsicht etwas verblendeten CDU-Hemer nicht schmecken, aber notwendig sein.