350 Grohe-Mitarbeiter legten die Arbeit nieder

Warnstreik der IG Metall bei Grohe
Warnstreik der IG Metall bei Grohe
Foto: IKZ

Hemer..  Die IG Metall startete gestern mit ihren bundesweiten Warnstreiks, und dem Aufruf folgten auch 350 Mitarbeiter des Unternehmens Grohe. Fahnen schwenkend und mit der Trillerpfeife im Mund standen die Mitarbeiter im Kampf um 5,5 Prozent mehr Lohn, bessere Regelungen der Altersteilzeit und eine neue tarifliche Bildungsfreizeit gestern Morgen vor dem Firmengebäude im Industriegebiet Edelburg.

Bernd Schildknecht, 1. Bevollmächtigter der IG Metall MK, machte deutlich, dass die Gewerkschaftler um jedes Zehntel streiten werden, sich vor allem auch für die Arbeitnehmer einsetzen wollen, die nicht ganz oben auf der Gehaltsliste stehen. „Die Rente wird nicht ausreichen, alle müssen Vorsorge treffen“, sagte Schildknecht und machte deutlich, dass man nicht mehr die selbe Situation habe wie noch vor zehn Jahren. „Altersteilzeit müssen auch diejenigen nutzen können, die nicht so gut verdienen“, sagte er und betonte, dass in den Unternehmen die Angst umgehe. Und auch die Weiterbildung müsse nicht nur für Angestellte einer bestimmten Entgeltgruppe möglich sein; Bildungsfreizeit sollten auch die bekommen, die nur angelernt wurden.

Grohe-Betriebsratsvorsitzender Peter Paulokat betonte, dass auch das Unternehmen Grohe nicht die Insel der Glückseligen sei. „Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen dem Gelebten und dem, was nach außen dargestellt wird“, sagte er beim Warnstreik.