16000 Menschen erleben Kirche ganz nah
12.09.2010 | 15:50 Uhr 2010-09-12T15:50:00+0200
Hemer.Hemer. Sie sangen es stimmgewaltig und leidenschaftlich: „Oh happy day“ intonierte die „Just Gospel Family“ und sprach damit vielen aus dem Herzen. Über 16000 Besucher erlebten am Samstag eine gemeinschaftliche Kirche ganz nah bei den Menschen.
Es war ein Tag voller Entdeckungen, Begegnungen, Erfahrungen und Begeisterung unter dem Titel „Sinnlich, sündig, solidarisch!?“. Zwei Jahre lang hatten die ökumenischen Vorbereitungsgruppen des evangelischen Kirchenkreises Iserlohn und des katholischen Dekanats Märkisches Sauerland das Fest mit über 1000 Mitwirkenden und rund 100 Programmpunkten vorbereitet. „Es ist ein kleiner Schritt zu einer Zukunft, in der es das Wort Kirche nur noch im Singular geben wird“, hatte Superintendent Martina Espelöer bei der Begrüßung gesagt, und Dechant Jürgen Senkbeil ergänzte: „Im gemeinsamen Tun sind wir uns näher gekommen“. Landrat Thomas Gemke lobte die „Kirche mitten im Leben“. Bürgermeister Michael Esken sprach von einem „der wichtigsten Tage im Leben der LGS“. Beim Abschlussgottesdienst sechs Stunden später erfuhren sie, wie recht sie damit hatten. Nicht nur der neue Rekord mit insgesamt 19200 Besuchern( einschließlich der Feuerwerksmusik), sondern vor allem die Begeisterung von Jung und Alt zeugten davon.
Alles zu erleben, war für die Besucher unmöglich, denn selbst der ausgeklügelste Laufplan kam bei der Masse der Attraktionen durcheinander. Der Forumsplatz war das musikalische und informative Zentrum. Hier stellten sich kirchliche Gruppen vor, unterhielten moderiert von Ulrike Böhmer de Gospelchor der Friedenskirche Letmathe und die „Just Gospel Family“. In himmlische Höhen wagten sich Mutige an der 18 Meter hohen Himmelsleiter. Sportlich ging es auf der Bühne am Café Flora zu, beim Bauchtanz wie Shakira oder dem Zirkusprojekt der Jugendfreizeit.
Die Jugend hatte den Sportplatz fest im Griff, mit eigener Showbühne. Die Soul-Band des Walburgisgymnasiums Menden und die Band „Echtzeit“ spielten. Höhepunkt war das erste Casting des Kirchenstars mit dem Iserlohner Sieger Daniel Melching (Bericht folgt). Rundherum gab es jede Menge Spielaktionen wie den lebendigen Kicker.
Wer es ruhiger liebte, der nutzte die Gespräche im Paradiesunddas mit Themen von der Ökumene über das Stalag bis zur Sexualität oder die Zeltstadt am Jüberg mit Orten der Stille und „Smalltalk mit vier heiligen Frauen“.
Kinder entdeckten die LGS an acht Spielstationen und bei Märchenstunden im Park der Sinne. Auf dem Weg durch das Gelände stießen die Besucher auf Chöre, Bibelleser, Clownin Lotte oder das Straßentheater Freier Vogel mit der Prinzessin Barocko und ihrem Diener Eugen. Für einen besonderen Blickfang sorgten Tangotänzer auf der Himmelstreppe.Das biblische Hohelied der Liebe und der Tangotanz wurden hier präsentiert.
Nach dieser Vielfalt an Eindrücken und Erfahrungen zog es Massen am Nachmittag zum Abschlussgottesdienst. Dechant Senkbeil und Superintendentin Espelöer dankten allen Mitwirkenden, für sie stellvertretend Christiane Dietz und Antje Röse.
Der Gottesdienst krönte einen herausragenden Tag der Ökumene. Eine über 300-köpfiger Chor mit Band und Posaunenchor brachte das stimmgewaltig zum Ausdruck. Die gesalbten Steine werden für die vielen Besucher nicht die einzige bleibende Erinnerung bleiben.
08:28
Also, ich bin nicht wegen dem Kirchentag gekommen, sondern weil die Sonne schien und ich Lust hatte diesen schönen Ort zu besuchen.
07:43
Klasse Hemer, klasse die Kirchen, die Landesgartenschau ist einfach ein Glücksfall für Hemer und die Region.