160 Feuerwehrleute kämpften an zwei Feuerfronten
28.03.2008 | 15:22 Uhr 2008-03-28T15:22:00+0100
Deilinghofen. Großeinsatz für die Feuerwehr Hemer. Gleich zwei Brände in einer Straße hielten 160 Wehrleute am Donnerstagabend auf Trab. Während die Feuerwehr noch an einem Haus gegen die Flammen kämpfte, brach 300 Meter weiter ein zweiter Brand aus.
Insgesamt entstand ein Sachschaden von über 400 000 Euro.Das hat es in der Hemeraner Feuerwehrgeschichte noch nicht gegeben. Gleich zwei Brände an der Hönnetalstraße 235 und 254 hielten 160 Wehrleute am Donnerstagabend auf Trab. Der erste Dachstuhlbrand wurde 19.35 Uhr gemeldet, und bald schlugen die Flammen meterhoch aus dem Haus der Familie Schulte-Platthaus. Die Sirene für die Löschgruppe Deilinghofen heulte am Donnerstag nicht, denn sie war ausgerechnet auf dem Dach des brennden Hauses.
Meterhohe Flammen
Schon von weitem war der rote Feuerschein zu sehen. Die Wache rückte mit Verstärkung der Freiwilligen Kräfte aus Deilinghofen, Hemer, Sundwig und Westig aus. Ein Parkinson-Kranker wurde aus dem Erdgeschoss gerettet, eine junge Frau kam der Wehr bereits die Treppe herunter entgegen. Die Verletzte wurde mit einer Rauchgasvergiftung in die Paracelsusklinik, der ältere Mann nach Iserlohn ins Bethanien-Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr rettete zudem eine Katze aus dem brennenden Gebäude. Etwa eine Stunde kämpften die Blauröcke mit dem Feuer, als die unglaubliche und entsetzliche Nachricht von einem weiteren Brand kam - und das nur 300 Meter entfernt. „Da oben brennt es auch”, schrien aufgeregte Passanten.
Ereignisse überschlugen sich
Jetzt überschlugen sich die Ereignisse, denn aus dem Gebäude mit der Hausnummer 254 stiegen dichte Rauchschwaden gen Himmel. Alles, was die Feuerwehrchefs beim ersten Brand an Einsatzkräften entbehren konnten, machte sich auf den Weg zum zweiten Brandherd. Dabei wurde es am ersten Feuer immer schwieriger, die Flammen einzudämmen, da der Dachboden einzustürzen drohte. 300 Meter weiter wurde relativ schnell deutlich, was die Katastrophe verursacht haben könnte. Wohnungsmieter Heinrich Bitter hatte eine neue Gasflasche an den Katalytofen angeschlossen, als er Richtung Badezimmer ging. „Ich wollte eigentlich in die Badewanne”, sagte der erschütterte Familienvater.
Katalytofen brannte
Aus dem heißen Bad wurde nichts, er schnappte sich seine Frau und seine Tochter und schaffte es sogar noch, seinen Hund in den Keller zu bringen. Opfer der Flammen wurden aber zwei Katzen und zwei zahme Ratten. Trotz des großen Schocks blieb der 49-Jährige realistisch: „Ich bin froh, dass meiner Familie nichts passiert ist. Der Rest ist ersetzbar”. Seine Frau dagegen konnte sich kaum beruhigen und musste später noch notärztlich versorgt werden. Ein 18-Jähriger Mann wollte helfen und musste anschließend mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Familie Bitter hat durch das Feuer nicht nur ihre Wohnung, sondern auch sämtliches Hab und Gut verloren. Die Initiative „Wenn's brennt” hat spontan geholfen. Bei diesem Brand lag anfangs die Vermutung nahe, dass Gasflaschen im Haus explodieren könnten.
Allergrößte Vorsicht war geboten
Beim zweiten Einsatz kam weitere Verstärkung durch die Hemeraner Löschgruppen. Landhausen, Becke und Frönsberg rückten ebenfalls aus. Dazu kamen Mendener Feuerwehrkollegen mit einer Drehleiter, zwei Rettungswagen und einem Notarzt. Alleine war es nicht zu schaffen. Die Löschgruppe Ihmert hatte derweil die Westiger Feuerwache besetzt. Zwei Löschfahrzeuge waren noch in der Fahrzeughalle. Die Hönnetalstraße war durch die Polizei weitläufig abgesperrt worden. Bis in den frühen Morgen hinein waren Feuerwehr und Polizei in Deilinghofen beschäftigt. Offizielles Einsatzende war 4.16 Uhr. Auch die Kriminalpolizei begann sofort mit ihren Ermittlungen. Parallel waren noch mehrere Einsätze in der Rettung zu bewältigen, bei denen es dann Unterstützung aus Iserlohn gab.
Hilfe aus den Nachbarstädten
In Hemer waren bereits alle verfügbaren Kräfte und Rettungswagen unterwegs. Verpflegt wurden die erschöpften und gestressten Einsatzkräfte vor Ort nicht nur durch die Deilinghofer Bevölkerung, sondern auch vom Deutschen Roten Kreuz aus Iserlohn. Auch am Tag nach der Feuernacht war das Entsetzen im beschaulichen Ort groß. Diskutierend und Kopf schüttelnd standen die Bürger auf der Straße, um sich das Schadenausmaß anzusehen. Vor allem das zerstörte Haus mit der alten Feuerwehrsirene bot fast einen makaberen Anblick. Auf der Feuerwache wurden die Brände erst einmal in Ruhe aufgearbeitet. „So enge Einsatzstellen hatten wir zuletzt 1976”, sagte Wachleiter Dieter Tönnes. Damals war ein Brandstifter am Werk.
23:08
Ich war einer der freiwilligen Kräfte aus Deilinghofen.
Der erste Dachstuhl brannte bei unserem Kameraden. natürlich waren wir heute den ganzen tag bei ihm und haben ihm geholfen.
Wie es oben schon steht. Es war einfach nur Gespenstisch
20:51
Hallo Zentralenmann aus Hemer!
War eine super Zusammenarbeit!!!!!!!!!
Der Zentralenmann aus Menden!
17:46
Wir können echt froh sein, das wir so viele freiwillige Kräfte der Feuerwehr haben!! Die LG Deilinghofen und Sundwig waren bis halb 5 am Einsatzort. Und das FREIWILLIG! und danach mussten die Einsatzkräfte auch noch arbeiten!!
Ein großes Dank an die LG...
16:38
Wir können in Hemer froh und glücklich sein, das wir solch einen gut funktionierende Rettungsdienst
haben
14:06
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11:52
Ich kann mir das gut vorstellen was da los war, man hatte ja schon die Sirenen alle im Tal gehört...und das Feuer konnte man gut von uns aus sehen..was ich nicht gedacht hätte, aber an zwei Stellen an der Hönnetalstr. ist schon ein Wunder und Phänomen...
11:11
da wahr ordentlich was los
wer nicht da bei wahr weis nicht was da los wahr
11:01
Als ich gestern gegen 19.25 Uhr in Höhe der Panzerwanne also da bei dem Fußballplatz fuhr konnte man schon alles sehen,nur noch nicht wo es her kam.
10:22
Es können ja auch noch keine schalauen Kommentare kommen. Die schlafen ja alle noch :-)
07:42
Ich habe das ganze von uns aus gesehen, im Stübbecken in Hemer konnte man die Meter hohen Flammen in Deilinghofen beobachten, und tief ins Hemeraner Tal röhrten bis zu 2 Stunden die Feuerwehrsirenen, das war ein Theater und total gespenstisch, Gott seit Dank ist nichts schlimmeres passiert....