Vorbereitungen
110 000 Frühlingsblumen für die LGS
09.02.2010 | 16:56 Uhr 2010-02-09T16:56:00+0100Grün so weit das Auge reicht, hier und da ein zarter Blütenkopf: Die Reihen der Töpfe mit den (noch) kleinen Frühlingsblumen wollen in dem Pflanzencenter kein Ende nehmen. In wenigen Wochen werden sie von Münster auf das Gelände der Landesgartenschau umziehen.
Am Dienstag verschaffte sich eine Delegation aus Hemer vor Ort einen ersten Eindruck von Stiefmütterchen, Primeln und Co.
„Das ist schon beeindruckend”, sagte Hartmut Sonderhüsken, Technischer Leiter des Bauhofs, als er gemeinsam mit LGS-Pflanzenexperte Tobias Wulf und Sebastian Mühlenbeck, Inhaber des Gartencenters in Münster, die endlosen Blumentopf-Reihen in Augenschein nahm. Was hier gerade gedeiht, das nennt der Experte Frühjahrsflor. Allein 60 000 Stiefmütterchen (und insgesamt 50 000 Primeln, Hornfeilchen, Vergissmeinnicht, Tausendschönchen und Akeleien) werden für die Landesgartenschau in dem Gartencenter in Münster frostfrei herangezogen.
Rot, blau, gelb oder violett - noch geben die kleinen Pflanzen ihre Farbe kaum preis. Dem Zufall überlassen ist dennoch nichts. „Alles ist exakt geplant”, sagte Christian Meyer aus Berlin. Er hat den Bepflanzungsplan für die Landesgartenschau entwickelt.Am Dienstag nahm er in Münster die künftigen LGS-Stars stichprobenartig unter die Lupe, prüfte mit Tobias Wulf und Hartmut Sonderhüsken Wurzelwerk und Blätter. Blattflecken zum Beispiel können auf Krankheiten hindeuten, feine, helle Wurzeln sprechen hingegen für eine gesunde Pflanze. „Es sieht sehr gut aus”, darin stimmten die Pflanzenexperten überein.
Beste Voraussetzungen dafür, dass ab dem 17. April die LGS-Besucher von einem wahren Farbenmeer empfangen werden: Die Bepflanzung im Eingangsbereich wird den Gästen sozusagen den Roten Teppich ausrollen, im Bereich der Rasentreppe werden kleinere Flächen Wechselflor mit Staudenflächen - ebenfalls in dominierendem Rot - kombiniert, auf der Stadtterrasse wird das Rot übergehen in sanfte Orange- oder Blauvioletttöne und im Park der Sinne werden schließlich alle Farben und Formen zur Geltung kommen. „Mit Blumen kann man regelrecht malen”, schwärmte Christian Meyer beim Anblick des noch zarten Grüns.
Auch Sebastian Mühlenbeck ist im entfernten Münster vom Landesgartenschau-Fieber erfasst: Der Auftrag, rund 110 000 Blumen für den Frühjahrsflor und später rund 90 000 für den Sommerflor heranzuziehen, sei eine Herausforderung, die große Freude bereite. Drei bis vier Wochen vor Beginn der Landesgartenschau werden die Frühlingsblumen in Hemer eingepflanzt. Fünf bis sechs Lkw-Ladungen werden sie wohl umfassen, schätzt Sebastian Mühlenbeck.
Das Sommersortiment wird im Mai auf dem LGS-Gelände gepflanzt. Besondere Herausforderung dabei: Dann ist die Gartenschau bereits in vollem Gange und Besucher werden über das Gelände strömen.
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