10000 blaue Tonnen werden ab September ausgeliefert
12.09.2008 | 14:37 Uhr 2008-09-12T14:37:00+0200
Hemer. Die Bürger können schon einmal Platz für eine dritte Mülltonne schaffen, denn jetzt geht alles ganz schnell. Ab dem 29. September werden die 10000 blauen Tonnen ausgeliefert.
Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr stimmte der Einführung der blauen Tonne zu. Nun steht noch die Entscheidung des Rates am 16. September aus, die aber als sicher gilt. Bereits seit April stand die Stadt mit dem Entsorger Lobbe über die Altpapierabfuhr in Verhandlungen. Richtig Schwung kam in die Gespräche durch die gewerbliche Konkurrenz von Alba, die dann wieder einen Rückzieher machte. Den blauen Sack hat die Stadt abgelehnt, weil sie durch die Abfuhr in der gelben Tonne nicht direkter Vertragspartner von DSD wäre und somit keinen Einfluss hätte.
Für die blaue Tonne hat der Ausschuss die Satzung über die Abfallentsorgung angepasst. Es gibt also wie bei den anderen Mülltonnen einen Anschluss- und Benutzerzwang. Bei Platzproblemen sind aber Anträge auf Nachbarschaftsmülltonnen an das Umweltamt möglich. Die 240-Liter-Tonnen werden bis zum 10. Oktober ausgeliefert. Die 1100-Liter-Container für Mehrfamilienhäuser sollen bis zum 17. Oktober stehen. Die blauen Tonnen werden alle Wochen geleert und wie die anderen Tonnen als Holservice an den Straßenrand geholt. In der Folgewoche werden dann die bisherigen Container an den Sammelstellen abgezogen. Größere Mengen Altpapier können weiter am Bringhof abgegeben werden. Auch der Aktionskreis Pater Beda wird weiterhin sammeln, so auch am heutigen Samstag.
Mit Blick auf die Probleme in der Nachbarstadt Iserlohn und für Hemer nun geringere Kosten bei der Altpapiererfassung merkte Bürgermeister Esken rückblickend an: „Der Austritt aus dem Zweckverband war eine weise Entscheidung.”
11:03
[Entfernt von Moderator]
10:08
Ich verstehe die Rechnung von Nacky Luke auch nicht so wirklich. Für unser Haus benötigen wir (haben wir auch und kommen damit aus!):
6 Personen * 10 Liter * 2 Wochen = 120 Liter Mülltonne.
60 Liter-Tonne: 146 € * 2 ergibt 120 Liter = 292 €
In Iserlohn würden wir benötigen:
6 Personen * 20 Liter * 2 Wochen = 240 Liter Mülltonne.
120 Liter-Tonne: 228 € * 2 ergibt 240 Liter = 456 €
Damit ist die Müllgebühr in Iserlohn niedriger als in Hemer???? Da sollte mal jemand rechnen lernen.
Ne,ne, da bleibe ich doch lieber in Hemer und bezahle weniger Müllgebühr.
08:12
@Nacky Luke Du schreibst zwar viele worte, hast aber offensichtlich doch keine Ahnung. Bleib einfach in Iserlohn. Wir Hemeraner sind stolz auf unseren BM!
19:00
Werter El Tonno.
Ich glaube, Ihr Nick ist durchaus Ernst zu nehmen, denn derart detaillierte Zahlen kann nur der Herrscher der Tonnen himself, der große El Tonno, aus dem Sombrero zaubern. Sie sind nicht zufällig El Tonno Schumacher, oder? ;-)
Aber, wollen wir uns nicht mit solchen Nichtigkeiten gegenseitig unserer kostbaren Zeit berauben. Zur Sache:
Ihre Einlassungen zum Mindestrestmüllvolumen sind pure Augenwischerei. Denn auch in Iserlohn kann man sein Müllvolumen auf 10 Liter pro Bewohner und Woche festlegen lassen. Allerdings ist diese Reduzierung in Iserlohn in der Tat nicht der Regelfall. Woran aber liegt das?
Das liegt ganz einfach daran, dass 10 Liter pro Woche und Einwohner in aller Regel überhaupt nicht ausreichend sind. Städte, wie Wuppertal beispielsweise haben sogar 30 Liter festgeschrieben. Die Frage ist schließlich nicht, welches Mindestvolumen drücke ich als Stadt meinen Bürgern auf, sondern die wirklich interessante Frage ist doch, was brauchen die Bewohner tatsächlich?
Und genau zu dieser Frage haben Sie selbst mit der Nennung der durchschnittlichen Behältergröße in Hemer die Antwort geliefert. Nach Ihren eigenen Worten beträgt das durchschnittliche Behältervolumen in Hemer 158 Liter. Würden dahinter jeweils 10 Liter pro Bewohner stehen, betrüge die durchschnittliche Haushaltsgröße in Hemer somit 8 Personen. War mir bislang unbekannt, dass die Hemeraner Bürgerinnen und Bürger dermaßen zeugefreudig aus dem Bundesdurchschnitt schlagen. Oder ist das vielleicht doch nicht so und der durchschnittliche Haushalt hält schlicht mehr als 10 Liter pro Bewohner und Woche vor, weil er sonst nicht weiß wohin mit dem Abfall?
Auch unter einem weiteren Gesichtspunkt muss festgestellt werden, dass Ihre Einlassungen Blödsinn sind. Dort nämlich, wo Sie hanebüchener Weise die reduzierte Tonnengröße aufgrund der geringeren Volumina pro Bewohner hernehmen, um damit den höheren Preis zu erklären. Eine 60-Liter-Tonne ist eine 60-Liter-Tonne ist eine 60-Liter-Tonne. Darin befinden sich im Zweifel 60 Liter Müll. Das gilt in Hemer wie in Iserlohn. Nur ist in Hemer diese Tonne eben wesentlich teurer.
Jetzt zu sagen, Ja, das ist ja klar. Damit kommen bei uns ja auch mehr Leute aus. ist erstens bereits als faktisch falsch belegt, lässt sich aber auch an einem anderen Beispiel leicht ad absurdum führen:
Laden A verkauft Familie B einen Kasten Bier für 20 Euro. Auf der Feier mit insgesamt 10 Leuten trinkt Familie B den Kasten aus. Jeder trinkt zwei Flaschen. Nun bietet Laden Hemer den gleichen Kasten Bier für 30 Euro an. Familie B wundert sich, weil sie doch im Laden A den gleichen Kasten für 10 Euro weniger gekauft hat. Da sagt El Tonno vom Laden Hemer zu Vater B: Sehen Sie. Unser Kasten Bier ist im Grunde billiger als der aus Laden A. Denn aus unserem Kasten lassen Sie einfach 20 Leute trinken. Bekommt eben jeder nur eine Flasche Bier. Familie B verlässt grußlos den Laden Hemer und kauft sich in Laden A einen weiteren Kasten Gerstensaft...
Nun noch was zu den sinkenden Unterschieden bei den größeren Behältern. Die relevanten Behälter und das geben Sie ja selbst zu, sind diejenigen in den Volumenbereichen, die deutlich teurer als in Iserlohn sind. Größenordnungen ab 360 Liter werden in Hemer schlicht und ergreifend deshalb billiger sein, weil sie hinsichtlich der aufgestellten Anzahl keine Rolle spielen. Gleiches gilt, und das mit Sicherheit, für die Preise im Wechselsystem. So wie ich das Wechselsystem kenne, sind das Großbehälter, die auf Anforderung des - wie sagt man - Müllerzeugers geleert und dabei verwogen werden. Wo stehen denn noch solche Systeme? Ich traue mich einfach mal, zu behaupten, dass dieses System nirgends mehr eine nennenswerte, im Sinne von Gebührenbeeinflussende Rolle spielt.
An dieser Stelle will ich gern Ihre Frage beantworten, ob ich nach all dem immer noch froh bin, Abfallgebühren in Iserlohn zu zahlen. Ja, denn in Hemer würde ich abseits Ihrer augenwischenden Tricks mehr für die bestenfalls gleiche Leistung berappen.
Zu guter Letzt noch etwas zu Ihrem merkwürdigen Verständnis von den Grundsätzen Klarheit und Wahrheit bei der Ausweisung von Einnahmen und Ausgaben. Ich glaube Ihnen das nicht. Wo weisen Sie die Einnahmen aus der Altpapierverwertung aus? Ich nehme an, dass auch die Hemeraner Stadtverwaltung mittlerweile die Regeln der doppelten Buchführung anwendet. Danach ist eine interne Saldierung von Einnahmen zu Ausgaben ohne separaten Buchungssatz - sagen wir - zumindest unüblich, in der Privatwirtschaft sogar verboten (in der Kommune wahrscheinlich auch?) und wirft immer die Frage nach dem Warum auf. Warum versteckt man Einnahmen auf diese Weise? Vielleicht weil sie so niedrig sind, dass man nicht in eine Diskussion darüber geraten will?
Noch eines passt aber nicht zu dieser Aussage Ihrerseits, nämlich die Tatsache, dass die Einnahmen des Bringhofes sehr wohl in der Gebührenkalkulation 2008 mit rund 17.000 Euro separat ausgewiesen sind. Wie Sie es hier beschrieben haben, wird aber auch dieser durch den Posten Unternehmereinsatz mit erfasst. Logischerweise hätte man dann dessen Einnahmen, genau wie angeblich die Einnahmen aus der Papierverwertung ebenso unzulässigerweise mitsaldieren müssen.
Nein, nein, werter El Tonno. Sie mögen Ihre Bürger und Ratsvertreter mit Ihren Zahlenspielchen hinters Licht führen, Provinz halt. Aber mir machen Sie kein X für ein U vor.
13:24
@Nacky Luke:
Der angestellte Gebührenvergleich Hemer/Iserlohn ist so nicht korrekt. Die Faktenlage sieht anders aus und ist nicht so simpel.
In Hemer beträgt das Mindestrestmüllvolumen (das vom Bürger mindestens vorgehalten werden muss) 10 Liter pro Einwohner und Woche, in Iserlohn 20 Liter. Das macht für Hemer 20 Liter pro Einwohner und Leerung und für Iserlohn 40 Liter bei 14-tägiger Abfallabfuhr.
Beispiel für ein Haus mit 6 Bewohnern:
in Hemer muss hier mindestens ein 120-Liter-Behälter aufgestellt werden, in Iserlohn mindestens ein 240-Liter-Behälter. Kosten in Hemer 252 Euro, in Iserlohn 452 Euro.
Daraus folgt, dass in Iserlohn wesentlich mehr Behältervolumen pro Haushalt aufgestellt werden muss als in Hemer, was die Abfallgebühren natürlich verteuert.
In Zahlen bedeutet dies, dass das durchschnittliche Behältervolumen in Hemer (Gesamtbehältervolumen geteilt durch insgesamt aufgestellte Gefäße in der Stadt) 158 Liter und in Iserlohn 207 Liter beträgt. Das sind 31 % mehr in Iserlohn.
Die Gebühren in Hemer sind aber nicht 31% höher als in Iserlohn sondern sehr viel weniger, und zwar
- 26 % beim 60-Liter-Gefäß
- 19 % beim 80-Liter-Gefäß
- 10,5 % beim 120-Liter-Gefäß
- 2,4 % beim 240- Liter-Gefäß
- die größeren Gefäße (360 Liter bis 5.000 Liter sind in Hemer sogar billiger als in Iserlohn
Des Weiteren kostet die Entsorgung im Wechselsystem in Iserlohn 52,36 € pro 100 kg Abfall, in Hemer dagegen nur 33,81 €. Hier ist Iserlohn also sage und schreibe ca. 55 % teurer.
BM Esken ist also weder Testosteron-überschwängert noch benötigt er einen Grundkurs in kaufmännischem Rechnen, da er die oben dargestellte Sachlage natürlich genauestens kennt.
Immer noch gut, müllgebührenmäßig Iserlohner zu sein?
Zu den Altpapierentsorgungskosten und Verwertungserlösen:
In den Gebührenkalkulationen der Städte finden sich diese wieder in den Kosten für den Unternehmereinsatz für die gesamte Entsorgung (Abfuhr graue Tonne, Sperrgutabfuhr, Elektrogeräteabfuhr, Gestellung des Bringhofes, Grünabfuhr etc.). Erlöse jedweder Art werden jeweils als Gutschrift vom Rechnungsbetrag abgezogen.
13:15
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13:14
@Nacky Luke:
Wenn die blaue Tonne von der Stadt Hemer kommt, ist das ja auch in Ordnung, da lasse ich mir gerne einen Anschluss- und Benutzungszwang aufdrücken. Sollte die blaue tonne nicht kommen: Siehe obiger Kommentar.
Und auch ich bin, wie einige oben, für eine Bio- und evtl. sogar eine Weissglastonne!
09:01
@viagru9: Lesen bildet und schützt davor, Unsinn zu erzählen. Hättest Du besser mal beherzigt, den Tipp. Was glaubst Du denn, was es bedeutet, dass Hemer für die blaue Tonne einen eigenen Anschluss- und Benutzungszwang einführt (steht im obigen Artikel)? Ich sag´s Dir: Das bedeutet, dass Du Dein Papier der Stadt überlassen MUSST! Deshalb auch das kleine Wörtchen ZWANG.
00:04
Komisch, das abc so generell gegen die blaue Papiertonne ist. Das wird doch nicht ein illegaler Papierabfallentsorger (Unternehmer) sein, der Angst hat in Zukunft für seinen Gewerbemüll Entsorgungsgebühren zu zahlen?
@wurlecker:
Her mit der Bio- und Glastonne. Ich bin dafür!
23:19
@abc:
Dann werde ich mir eine Tonne von einem gewerblichen Unternehmer hinstellen lassen oder wie bisher auch mein Altpapier an einen gewerblichen verkaufen.Es zwingt dich KEINER, deine blaue Tonne zu benutzen. Du kannst gerne dein Papier weiterhin wegbringen.
Dann musst du aber auch in Kauf nehmen, dass weiterhin die Unternehmer verbotenerweise die Papiercontainer missbrauchen, um ihren gewerblichen Abfall kostenlos zu entsorgen. Auch hierfür muss ich bezahlen?
Wo ist da die Logik????