Zwei Jobs und erhebliche Steuerabzüge

Arbeitsmarkt. Der Bericht über den Weg von Bea Zeidler aus ihrer Arbeitslosigkeit, dank zweier Teilzeitjobs, rief online die Kommentare mehrerer User auf den Plan.

„Eine ‘großartige’ Leistung des Jobcenters, ich bin hochzufrieden mit diesem Erfolg“, so lautet knapp und sarkastisch der erste Kommentar.

Ein zweiter User schreibt: „Da macht mal das Jobcenter seinen Job (wofür sie gut bezahlt werden). Und lässt sich dafür beweihräuchern? Findet das Jobcenter es nicht selber armselig? Und zu der Frau: Mit zwei Teilzeitjobs hat die gute Dame auch erhebliche Steuerabzüge, die bei einem Vollzeit-Job in dieser Höhe mit Sicherheit nicht wären. Bleibt nur zu hoffen, dass sie unter dem Strich keine Miese macht, vom Einkommen noch etwas übrig bleibt und sie auf weitere staatliche Leistungen nicht angewiesen ist.“

Grundsätzlich wird der dritte User:

„Die Arbeitslosenzahlen sind rückläufig? Auf welcher Grundlage soll das denn fußen, wenn die Zahlen nicht genau bekannt sind? Fachkräftemangel? Bei sinkenden Reallöhnen? Löhne sind nichts weiter als Preise, die Arbeitgeber für die Ware Arbeitskraft zahlt. Bei einem Überangebot sind die Preise niedrig und sinken. Wenn also die Reallöhne rückläufig sind, ist das ein Hinweis auf einen gesättigten Arbeitsmarkt – in Folge fortlaufenden Stellenabbaus, Standortschließungen und prekärer Arbeitsverhältnisse.“