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Wunschsterne für die Weihnachtstanne

27.11.2009 | 15:57 Uhr
Wunschsterne für die Weihnachtstanne

Heiligenhaus. Gelbe Sterne, braune Lebkuchenmänner und grüne Tannenbäume baumeln seit gestern an dem großen Weihnachtsbaum auf dem Rathausplatz. Vorsorglich in Folie eingeschweißt, damit das Papier nicht aufweicht.

Denn Glück mit dem Wetter hatte das Stadtmarketing bei seiner vorweihnachtlichen Wunschbaum-Aktion wahrlich nicht: „Ich dachte schon, wir müssten das Ganze verschieben”, erklärte Kulturdezernent Michael Beck mit Blick zum grauen Himmel. Doch der Regen legte eine Pause ein, und pünktlich um 9.30 Uhr trudelten am Freitagmorgen die ersten Kinder am Rathaus ein.

Die Freiwillige Feuerwehr half beim Schmücken kräftig mit - un die Kinder durften im Korb des Leiterwagens mitfahren. Fotos: Detlev Kreimeier

Neun Heiligenhauser Kindertagesstätten machten diesmal mit und schmückten die große Weihnachtstanne mit rund 100 Kinderwünschen. Und so können Passanten jetzt zum Beispiel erfahren, dass sich die fünfjährige Alessandra „eine kleine Schwester” wünscht und Carolin (ebenfalls fünf Jahre) „viele Freunde”. Anonym geblieben (aber doch ehrlich), ist der Verfasser dieses Wunsches: „Ich möchte Weihnachten viele Geschenke”.

»Ich wünsche mir zu Weihnachten Schnee«

„Ich wünsche mir Schnee” ist dagegen auf dem Stern zu lesen, den Jette (5) an einem Zweig befestigt hat – ganz weit oben. Mit dem Hubsteiger, den André G. Saar vom Stadtmarketing bediente, ist sie zur Spitze der rund zehn Meter hohen Tanne gefahren. „Ich war auch schon oben”, berichtete die sechsjährige Eileen stolz, „mit der Feuerwehr!” „Der Leiterwagen ist für Kinder natürlich die Attraktion hier”, weiß Saar. Angesicht des Schmuddel-Wetters freuten sich die Mädchen und Jungen aber auch über den heißen Kakao, den ehrenamtliche Helfer in einem Pavillon ausschenkten.

Info
Energiebewusst

Insgesamt rund 3000 Birnchen hängen an den mehr als 300 Metern Kabel, mit denen die große Weihnachtstanne auf dem Rathausplatz beleuchtet wird.

Erst im vergangenen Jahr wurden die LED-Lichterketten angeschafft. Die neue Lichttechnik spart Strom und stellt im Gegensatz zu 220-Volt-Glübirnen keine Unfallgefahr mehr da. Deshalb können jetzt auch die unteren Zweige beleuchtet werden.

2007 nahm die Wunschbaum-Aktion des Stadtmarketing-Arbeitskreises „Kultur und Gesellschaft” ihren Anfang – mit gerade mal 30 Kindern. Im Folgejahr waren Grundschüler zur Teilnahme aufgerufen, diesmal die Kindergärten. „2010 laden wir vielleicht beide zusammen ein”, erklärte Saar mit Blick auf das Kulturhauptstadtjahr.

Sabine Kreimeier

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