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25.01.2009 | 14:56 Uhr
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Die Forschungen des Heiligenhauser Geschichtsvereins machen viele neugierig. Die Themen reichen vom Abtskücher Stauteich bis zum alten Pastorat. Auch um Hausnummern geht es

Mit dem Vorsitzenden des Heiligenhauser Geschichtsvereins Peter Ihle sprach WAZ-Redakteur Michael Nußbaum über Vorhaben im neuen Jahr.

Was liegt an?

Ihle: Unser Jahresprogramm beruht auf Vorschlägen von Mitgliedern. Da gibt es einige wirklich kreative. Es wendet sich nicht unbedingt an Heiligenhauser, sondern allgemein an Interessierte – bei Themen wie Schule oder Isenbügel. Die Fahrten sind immer ruckzuck ausgebucht. Wir können ja immer nur eine begrenzte Zahl von Teilnehmern mitnehmen. Wenn die Einladungen verschickt werden, gibt es sofort 50, 60 Anmeldungen. 2009 gibt es so viele Veranstaltungen wie im Vorjahr.

Wie entwickelt sich die Mitgliederzahl?

Das ist eine unwahrscheinlich interessante Geschichte. Wir sind ja kein kleiner Verein. Die Mitgliederzahl schwankte in den vergangenen Jahren zwischen 300 und 380. Die Zahl der Sterbefälle und Abgänge etwa wegen Wegzug deckt sich seit Jahren fast mit der der Neuzugänge. Aktuell sind wir 355 Mitglieder. Junge Leute können wir zwar nicht gewinnen, ich bin trotzdem immer wieder überrascht.

Wie sind die Aufgaben im Verein verteilt?

Ich speche vieles mit Roswitha Eikermann und dem 2. Vorsitzenden Rolf Watty ab.

Wie geht es im Heimatmuseum weiter, nachdem der Kustos im Ruhestand ist?

Für Reinhard Schneider kommt an erster Stelle seine Familie – und gleich danach das Museum. Manchmal habe ich den sonntags um 8 Uhr zum Museum laufen gesehen. Inzwischen haben wir Fahnen angeschafft und ein vernünftiges Layout für Briefbögen und das Internet. Die Ausstellungen sind immer abwechslungsreich. Ich bin stolz darauf, dass das Museum keinen Eintritt nimmt und dass wir genügend ehrenamtliche Helfer für unsere Öffnungstage haben. Das macht schon einen guten Eindruck, das multipliziert sich. Wir haben ein Museum, das wirklich alltägliche Gegenstände zeigt, keine hochtrabenden Kunstwerke. Die Leute finden sich darin wieder.

Wie entwickeln sich die Besucherzahlen?

Das interessiert mich unwahrscheinlich. 2002 hatten wir 8 796 Besucher. 2008 sind wir bei 15 153 Besuchern. Sonderthemen wie Metzger oder Bäcker – das zieht.

Was ist noch in der Pipeline?

Wir werden 2010 zum 40-jährigen Bestehen des Geschichtsvereins einen Bildband über Heiligenhaus herausgeben. Und Cis Hilinciweg, Band 12. Heiligenhauser Geschichte ist ja so interessant, auch für Fortgezogene. Ich habe eine Mail aus Wien vom staatlichen Kulturamt bekommen, die recherchieren über unsere Hausnummern. Oder eine aus Ratingen, die forschen zu ihrer Familiengeschichte. In einer anderen geht es darum, dass „Heiligenhaus” auf einem Grabstein auftaucht. Wir mischen uns ein, wenn es um den Abtskücher Teich geht. Dort haben wir Mauerreste gefunden, die wir nun prüfen lassen. Das macht richtig Spaß. Oder das alte Pfarrhaus: Soll das weg?

Manche rümpfen die Nase, weil der Geschichtsverein nicht Mitglied im Bergischen Geschichtsverein ist.

Nein, aber wir haben gute Verbindungen zu den Museen im Kreis Mettmann. Und es gibt eine Verbindung zum Verein pro Ruhrgebiet. Das kam damals durch den Bezug zu Werden, zu St. Ludgerus und zum Hilinciweg. Wir planen eine große Ausstellung zu St. Ludgerus.

Michael Nußbaum

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