Wie von Zauberhand

Manchmal reicht schon der alleinige Besuch der WAZ aus, um etwas – oder in diesem Fall ein schrottreifes Auto – wie von Zauberhand ins Rollen zu bringen. So wie in der Giesenhofstraße. Dort blockierte ein alter, bordeauxfarbener Ford Ka seit Monaten einen öffentlichen Stellplatz, zum Ärger einiger Anwohner. Schimmelnde Sitze, verschmierte Fensterscheiben und ein Auspuff, der nur noch wenige Zentimeter über dem Straßenbelag baumelte: Der Wagen nahm nicht nur Platz weg, sondern sah auch noch unschön aus.


Mit Schreibblock und Stift drehte ich eine Runde um das rostige Fahrzeug. Notierte mir Kennzeichen und andere Details. Zurück in der Redaktion wollte ich gerade beim Ordnungsamt anrufen, um mit den Sachbearbeitern über den Fall zu sprechen. Da ereilte mich ein Anruf: „Haben Sie etwa gezaubert? Das Auto ist weg!“ Monate lang wurde es keinen Zentimeter von der öffentlichen Stellfläche bewegt, nun steht es offenbar auf einem Privatparkplatz ein paar Meter weiter. Bei dem Zustand, in dem sich das schrottreife Fahrzeug befindet, sollte man eher dem unbekannten Fahrer Zauberkräfte zuschreiben.