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Weniger Unfälle

12.03.2010 | 16:17 Uhr
Weniger Unfälle

Heiligenhaus.Heiligenhaus liegt im Trend – und der ist positiv: Wie im gesamten Kreis Mettmann sind die Unfallzahlen laut Polizeistatistik rückläufig. So sank in Heiligenhaus die Zahl der polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle von 633 im Jahr 2008 im vergangenen Jahr auf 610. Allerdings: Darunter waren auch zwei, die tödlich endeten.

Die Unfallhäufigkeitszahl, so heißt es in der Statistik, liegt in diesem Zeitraum bei 2262 (Gesamtzahl der Unfälle hochgerechnet auf 100 000 Einwohner) und damit um 6,7 Prozent unter der des Kreisgebietes.

Zahlen vor Ort niedriger als im Kreisgebiet

Die 610 gezählten Verkehrsunfälle in Heiligenhaus gliedern sich in 368 Fälle mit Sachschaden und 242 meldepflichtige Schadensereignisse. Das heißt: Unfälle mit Personenschaden, unter Alkohol oder Drogeneinfluss, Fahrerflucht und alle Fälle, in denen ein beteiligtes Fahrzeug nicht mehr fahrbereit ist und der Verkehrsverstoß nicht mit einem Verwarnungsgeld geahndet werden kann.

Mit 60 Verkehrsunfällen mit Personenschaden, zählte die Polizeistatistik im vergangenen Jahr 32 weniger als noch 2008. Dabei wurden 71 Verkehrsteilnehmer verletzt – 39 weniger als im Vergleichszeitraum. Zwei Menschen verloren in Heiligenhaus in Folge eines Unfalls ihr Leben. Ein 80-jähriger Fußgänger war am 23. Dezember 2009 auf der Fußgängerfurt der Wülfrather Straße/Ecke Pinner Straße von einem abbiegenden Auto erfasst worden und im Januar diesen Jahres seinen schweren Verletzungen erlegen. Bereits im Mai 2009 hatte es einen schweren Verkehrsunfall auf der Hauptstraße gegeben, bei dem eine 69-jährige Frau ihr Leben ließ: Sie war von einem Auto erfasst worden, dass entgegen der Einbahnstraße rückwärts fuhr. Die Seniorin starb Monate später an den Folgen des Unfalls; der 43-jährige Fahrer ist vom Amtsgericht Velbert wegen fahrlässiger Tötung zu acht Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt worden (die WAZ berichtete).

Die tödlich verunglückte Frau taucht in der offiziellen Unfallstatistik allerdings nur als Verletzte auf – denn: Statistisch erfasst werden von der Polizei tödlich endende Unfälle nur dann, wenn der oder die Betroffene innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall verstirbt.

Die so genannte Verunglücktenhäufigkeitszahl für Heiligenhaus benennt die Statistik mit 263. Sie liegt damit um 18,1 Prozent unter der des Kreisgebietes. Kreisweit waren 2009 bei Verkehrsunfällen fünf Menschen ums Leben gekommen, sechs weniger als im Vorjahr.

Gestiegen ist hingegen die Zahl der Unfallfluchten: um 11 auf 161 Fälle. Damit liegt Heiligenhaus nicht im Trend. Im Kreisgebiet verringerte sich die Zahl der Unfallfluchten um 8,4 Prozent (von 3039 auf 2784 Fälle). Aufgeklärt werden konnte mit 78 Fällen fast die Hälfte (48,5 Prozent) der Unfallfluchten in Heiligenhaus.

Annette Wenzig

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