Weniger jugendliche „Komasäufer“

Kreis Mettmann..  Trinken bis der Arzt kommt: Das gefürchtete „Komasaufen“ bei Schülern bleibt ein Problem, auch wenn die Zahl der Betroffenen im Bundestrend zurückgeht. Im Kreis Mettmann landeten im Jahr 2013 weniger Jugendliche mit Alkoholvergiftung in einer Klinik.

Nach aktuellen Informationen der DAK-Gesundheit kamen kreisweit 96 Kinder und Jugendliche ins Krankenhaus, weil sie maßlos getrunken hatten. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes sank die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2012 um 20,7 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren gab es jedoch immer noch eine Steigerung von 81,1 Prozent.

Besonderen Anlass zur Sorge bereitet der Alkoholmissbrauch bei den jüngeren Mädchen und Jungen. In der Altersgruppe der Zehn- bis 15-Jährigen mussten in der Region zehn Kinder in einer Klinik behandelt werden. „Es ist erfreulich, dass sich landes- und bundesweit beim Rauschtrinken eine erste Trendwende abzeichnet. Ich hoffe, dass sich diese positive Entwicklung auch bei uns langfristig bestätigt“, sagt Detlef Diermann, Kundenberater der DAK-Gesundheit in Ratingen. Zur Unterstützung setzt die Krankenkasse auch 2015 die erfolgreiche Aufklärungskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ fort. Bei diesem bundesweiten Wettbewerb „bunt statt blau“ werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen in der Region wurden angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. An der mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch nahmen seit 2010 mehr als 62 000 junge Künstler teil. Informationen über die Aktion im Internet: www.dak.de/buntstattblau.