Wehrdienst bleibt wichtig

Wo geht es hin mit der deutschen Bundeswehr? Wie kommt man an Nachwuchs, was sind zukünftige Herausforderungen im Rahmen neuer geopolitischer Konflikte? Zu diesem Thema haben die Jungen Liberalen (Julis) im Kreis Mettmann auf ihrem sicherheitspolitischen Forum in Heiligenhaus mit dem Jugendoffizier der Waldkaserne in Hilden, Oberleutnant David Ginster, diskutiert.

Jugendoffizier Ginster informierte die Nachwuchspolitiker über die neuesten Reformen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und die gravierenden Umstrukturierungen im Rahmen der unter der schwarz-gelben Koalition ausgesetzten Wehrpflicht. ,Die Jungen Liberalen forderten schon seit ihrer Gründung die Abschaffung der Wehrpflicht und stehen nach wie vor zu dem Entschluss. Allerdings erkennen wir auch die geäußerte Kritik Ginsters an“, fasst Kreisvorsitzender Yannick Hoppe zusammen.

Neben personellen Schwierigkeiten beim Bund selbst verschwinde, so die Julis, mit der Aussetzung der Wehrpflicht auch ein wichtiges Band zwischen der Bundeswehr und der Zivilgesellschaft. In diesem Rahmen begrüßen sie Aktionen wie den bald stattfindenden „Tag der Bundeswehr“, bei dem die Bevölkerung sich bei der Besichtigung von Kasernen ein eigenes Bild von der Arbeit unserer Streitkräfte machen könne.

Der nicht abreißenden Flüchtlingsstrom auf dem Mittelmeer war ein weiteres Thema des Forums. Die Jungliberalen und Oberleutnant Ginster kamen dabei überein, dass sich auch die Seekräfte der Bundeswehr an der Rettung von schiffbrüchigen Flüchtlingsbooten beteiligen sollten. Einsätze wie die der Fregatte Hessen, die in den letzten Wochen tausenden Menschen das Leben retteten, zeigten die Notwendigkeit einer gut ausgerüsteten Bundeswehr. In Anbetracht neuer sicherheitspolitischer Herausforderungen sei es wichtig, dass Deutschland weiterhin ein starker Partner im NATO-Bündnis bliebe und sich einige junge engagierte Menschen für den Dienst bei der Bundeswehr bewürben.