Warum in dunkler Kleidung unterwegs?

Unfall an der Abtskücher Straße. Während die Zahl der Verkehrstoten und Schwerstverletzten rückläufig ist (in letzter Zeit aber wieder ansteigt), sterben im Straßenverkehr immer mehr Fußgänger und Radfahrer, Kinder und alte Menschen.

Meine Beobachtung ist, dass sich sehr viele Autofahrer nicht an die Verkehrsregeln halten und damit in erster Linie die schwächeren Verkehrsteilnehmer gefährden (für die Kfz-Insassen sind Autos in der Vergangenheit immer sicherer geworden). Es wird zu schnell gefahren; es werden Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht beachtet; es wird aggressiv gefahren und unaufmerksam (mit Handy). Es wird beim Abbiegen nicht auf Fußgänger und Radfahrer geachtet; es werden Zebrastreifen überfahren, zu dicht überholt, bei Rot über Ampeln gefahren.

Der Staat unterstützt diese Entwicklung zu Lasten der Schwächeren durch viel zu wenige Kontrollen, lächerlich niedrige Sanktionsandrohungen und den konsequenten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur.

Warum immer mit dunkler Kleidung herumlaufen? Selbst bisschen Sicherheit geben sollte doch logisch sein oder? Ich ziehe meinem Kind (5 Jahre) eine Kinderwarnweste an im Dunkeln. Tagträumer und Nachtblinde gibt es genug und viele rauchen auch am Steuern und telefonieren. Hinzu kommt zu schnelles Fahren und und und. Da muss man sich nicht noch selber dunkel kleiden, um dies alles zu unterstützen, denn der Autofahrer lebt noch.

Der tödliche Unfall bestürzt, kam aber nicht unversehens. Allein wenn man vom Parkplatz des Abtskücher Teiches seitlich zum Teich geht, befindet man sich schon in einer Gefahrensituation, da viele Autofahrer mit deutlich mehr als 50 km/h an den Fußgängern vorbeirasen und null Rücksicht nehmen. Es wird Zeit, an der Abtsküche endlich Blitzer zu installieren, zumal das Passantenaufkommen durch die Eingliederung des Gebietes in den Neanderlandsteig sichtbar gestiegen ist.
Velbert