Warten auf die verlängerte Linie 770 in Heiligenhaus

Die für jüngere und erwachsene „Nachtschwärmer“ verlängerte Buslinie 770 lässt weiter auf sich warten – trotz eines einstimmigen Beschlusses im Verkehrsausschuss, der auch den Mehrkosten von jährlich 500 Euro für Heiligenhaus zustimmte.

Die Politiker von Ratingen bis Velbert sind nun für die durchgehende Wochenend-Verbindung vom S-Bahnhof Hösel bis nach Velbert-Mitte. „Sie wird in diesem Jahr trotzdem noch nicht kommen“, erläutert Jürgen Kaufmann von der Straßenverkehrsbehörde in Heiligenhaus’ Rathaus. Grund seien „organisatorische Schwierigkeiten“ bei der Rheinbahn, die für das Wochenend-Angebot einen weiteren Bus brauche.

Gedacht war das Wochenend-Angebot durch die Nachtstunden einst als „Discobus“, der Jugendliche zur „Manege“ nach Ratingen-Lintorf bringen sollte. Mangels Nachfrage aus Heiligenhaus war diese Linie DL1 bald wieder eingestellt. Die Wochenend-Anbindung nach Hösel zur S 6 dagegen ist interessant für Jugendliche wie Erwachsene. Nach Osten fährt die freitags und samstags stündlich nachtaktive Buslinie 770 bis Hetterscheidt. „Velbert hatte zunächst aus Kostengründen abgewunken“, so Jürgen Kaufmann, und erst jetzt zugestimmt. Jetzt müssen beide Nachbarstädte warten, bis die Rheinbahn ihren Beschluss umsetzt.

Zur Sprache kam im Verkehrsausschuss auch ein CDU-Antrag, der das „Zuparken von Busbuchten durch Zusatzbusse“ bemängelt. Gemeint ist die Haltestelle „Ehemannshof“. Dort sei „eigentlich genug Platz“, meint Jürgen Kaufmann. Dass sich dort gelegentlich mehrere Busse zu „Rudeln“ ballten, wie die CDU moniert, sei ein Abstimmungsproblem: Sowohl Rheinbahn als auch Busverkehr Rheinland (BVR) fahren die Haltestelle an. Beide beauftragen zudem Subunternehmen. „Es ist eine Frage der Information an die Fahrer.“ Jürgen Kaufmann ist mit der Rheinbahn im Gespräch.