Vokalensemble konzertiert im Heiligenhauser Dom

Im vergangenen Jahr beeindruckte das Vokalensemble „Harmonie“ aus St. Petersburg im Dom mit russischer Chormusik aus acht Jahrhunderten. Am 20. März sind die Sänger wieder hier zu Gast.
Im vergangenen Jahr beeindruckte das Vokalensemble „Harmonie“ aus St. Petersburg im Dom mit russischer Chormusik aus acht Jahrhunderten. Am 20. März sind die Sänger wieder hier zu Gast.
Foto: Svenja Hanusch
Was wir bereits wissen
Vokalensemble „Harmonie“ ist zum zweiten Mal zu Gast in der Suitbertus-Kirche. Den Erlös möchte der Förderverein für den Vorplatz-Umbau verwenden.

Heiligenhaus..  Zweimal im Jahr reist das St. Petersburger Vokalensemble „Harmonie“ durch Deutschland und gibt in vielen Städten Konzerte. „In Heiligenhaus hat es den Sängern im vergangenen Jahr so gut gefallen, dass sie gerne wiederkommen wollten“, sagt Rolf Hitzbleck vom Förderverein „Unser Dom“.

Diesem Wunsch mochte sich der Förderverein nicht verschließen, denn über 350 begeisterte Gäste in der Suitbertus-Kirche im Jahr 2014 sprechen für sich. Am 20. März soll es deshalb wieder soweit sein: Das russische Vokalensemble gastiert um 19.30 Uhr im Dom.

Die sechs Musiker – vom hohen Tenor bis zum tiefen Bass – möchten die Zuhörer ein weiteres Mal in die geistliche und weltliche Chormusik Russlands entführen. Das Repertoire des Vokalensembles umfasst geistliche Werke vom 14. Jahrhundert bis zur Moderne, weltliche Musik und russische Volkslieder.

„Harmonie“ wurde 1995 in St. Petersburg vom Dirigenten Alexander Andrianov und fünf Absolventen des dortigen Konservatoriums gegründet. Die Besonderheit des Klangkörpers liegt darin, dass jeder Sänger auch als Solist auftreten kann.

„Wir freuen uns darüber, dass die russischen Sänger Gefallen an unserer Stadt gefunden haben. Die Anfrage für den Auftritt kam schon im November“, berichtet Rolf Hitzbleck. Der betont: „Der Einnahmenerlös kommt natürlich unserem Förderverein zugute.“

Der Verein besteht inzwischen aus rund 100 Mitgliedern. Auf die Fahnen geschrieben haben sich die Förderer die Erhaltung und Verschönerung der denkmalgeschützten Suitbertus-Kirche. Diese wird landläufig gerne auch als „Dom“ bezeichnet, was den Namen des Fördervereins erklärt. Gesponsert werden konnte bisher unter anderem die Chorausmalung, der Leuchter über dem Altar und weitere Lichtinstallationen.

Doch der Verein möchte der Gemeinde nicht nur das Gebäude betreffend finanziell unter die Arme greifen. Der 500 qm große Vorplatz soll im Rahmen des weiteren Hauptstraßen-Umbaus ebenfalls erneuert werden und rückt daher in den Mittelpunkt des Interesses für 2015. Da das Grundstück der Gemeinde gehört, trägt sie die Kosten. „Und da kann man viel Geld verbauen, ohne dass es großartig auffällt“, weist Hitzbleck auf lockere Steine und fehlende Infrastruktur (Strom) hin. Einige Pläne und Architektenvorschläge gebe es bereits für „den Platz der Begegnung, wie ich ihn mal nennen möchte“, so Hitzbleck. „Ganz besondere Dinge wie Bänke, die die Aufenthaltsqualität verbessern, könnte ich mir als Projekt vorstellen.“