Viele Projekte sind in Heiligenhaus auf 2015 vertagt

Seit die International School ausgezogen ist, entgeht der Stadt eine sechsstellige Summe an Miete pro Jahr.
Seit die International School ausgezogen ist, entgeht der Stadt eine sechsstellige Summe an Miete pro Jahr.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Asylbewerberheim, International School, Jugendrat: Im Bereich Bildung und Soziales ist 2014 einiges liegen geblieben.

Das Jahr 2014 brachte wenige Versprechen mit sich, dafür wurden viele davon eingehalten. In Form einer Serie blickt die Heiligenhauser Lokalredaktion zurück auf das ablaufende Jahr und hakt nach: Was wurde angekündigt? Was ist aus den Vorhaben geworden? Und wenn sie es doch noch nicht bis zur Umsetzung gebracht haben: Woran hat’s gelegen, und wie geht’s weiter? Weiter geht’s in der heutigen Folge mit dem Thema Bildung und Soziales.

G Asylbewerberheim. Das Asylbewerberheim an der Ludgerusstraße war bekanntermaßen nur als Übergangslösung gedacht. Im Januar hatte Sozialamtsleiter Jörg Saborni angekündigt, dass spätestens bis zum Februar die damals nur noch drei verbleibenden Familien ausgezogen sein sollten. Im November lebten dort wieder 60 Menschen. Der Rat beschloss im Dezember die Ertüchtigung der Immobilie.

G International School. Nach dem Aus für die Internationale Schule im Juli wollte die Stadt für das Gebäude am Sportfeld eigentlich einen Nachnutzer finden – immerhin entgeht ihr als Vermieter pro Jahr eine sechsstellige Summe an Einnahmen. Inzwischen hat sich die Regenbogenschule als Interessent gemeldet: Sie möchte ihre zu kleinen Räumlichkeiten an der Hunsrückstraße verlassen und die größeren Möglichkeiten am Sportfeld nutzen. Die Verwaltung soll nun ein Konzept für einen Schulumzug entwickeln. Weitere Nutzer könnten im Gebäude Platz finden.

G Jugendrat. Schon lange soll ein neuer Jugendrat gewählt werden; auch für 2014 stand dieses Thema auf der Agenda. Eine Wahl gab’s bislang nicht. Immerhin hat sich aber inzwischen ein Kernteam von Jugendlichen gebildet, so dass Anfang 2015 die Wahl jetzt definitiv stattfinden soll. Die Terminabstimmung mit den Schulen läuft bereits.

F Kirchenarchivar. Einen ehrenamtlichen Archivar suchte die katholische Gemeinde in diesem Sommer: Die Geschichte der inzwischen zu einer Gemeinde zusammengelegten beiden katholischen Kirchen soll aufgearbeitet werden. Dieser Plan wird nun umgesetzt: Ein Freiwilliger hat sich bereits gefunden.

G Spielplätze. Den Sommer wollte die Verwaltung nutzen, um Spielplätze zusammen mit Jugendlichen zu begehen und sie bei der Gestaltung mitreden zu lassen. Pfingststurm Ela durchkreuzte das Vorhaben; einige Spielplätze konnten lange Zeit nicht betreten werden. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben: Im Frühsommer 2015 will die Verwaltung einen neuen Anlauf starten.

F Haltestellen. Für 2014 kündigte die Verwaltung den barrierefreien Ausbau der Haltestellen In der Blume, Tersteegenschule, Dorfkrug und In der Rose mit Hilfe von Landesmitteln an. Und hielt sich dran: Einige der Haltestellen sind schon umgebaut, bei anderen laufen zum Jahresende die Bauarbeiten.