Viel Jazz mit buntem Programm

Die „musiKant-Big Band“ des Kant-Gymnasiums bei ihrem Konzert „Jazz & more“.Foto: Fritz Baum
Die „musiKant-Big Band“ des Kant-Gymnasiums bei ihrem Konzert „Jazz & more“.Foto: Fritz Baum
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Die Musikfachschaft des Kant-Gymnasiums veranstaltet ein Jazzkonzert „and more“. Neben bekannten Jazzmelodien erklingen auch Pop-Nummern.

Die Kant-Aula füllt sich langsam mit Jazzfanatikern. Die Musiker stimmen ein letztes Mal ihre Instrumente, bevor das Licht gedimmt wird und sich der schwarze Vorhang hinter der Bühne mit bunten Lichtkegeln erhellt.

Die Big Band unter der Leitung von Musiklehrer Ralf Koppel entführt die gespannten Zuhörer mit ihrer ersten Nummer „The Chicken“ ins New Orleans der 1920er Jahre. „Die Big Band bestand vor drei Jahren nur aus fünf Musikern. Ein Jahr später ist die Gruppe bereits auf 22 Schüler angewachsen“, erläutert Ralf Koppel. „Wir haben für diesen Abend fünfmal intensiv geprobt.“ Beim nächsten Stück „Bossa Nova“ wippt das Publikum mit den Füßen.

Alexander Meßler, Luca El Sherif und Max Weber präsentieren ein Pop-Medley mit Klavierbegleitung und Rhythmus-Instrumenten.

„Die Ensembles haben ein sehr hohes Niveau“, freut sich Musiklehrerin Kerstin Tetzner. „Mein Wunsch ist, dass die Schüler auch nach ihrer Schulzeit weiterhin musikalisch aktiv bleiben. Das ist eine schöne Erfahrung für ihr Leben.“ Sie dirigiert einen Oberstufenchor für die englische Version des bekannten Dschungelbuch-Songs „Versuch’s mal mit Gemütlichkeit“. Isabel Ottenjann erläutert: „Wir haben heute Morgen einmal geprobt.“

Die Bläserklasse schließt sich dem Programm an und überzeugt mit bekannten Melodien von Dixieland und Co. Frank Berg findet: „Die Leistungen der Musiker sind großartig. Mein Sohn spielt hier Saxophon. Mit dem Abend werden alle für die Anstrengungen mit Beifall belohnt.“ Claudia Hoffmann stimmt dem zu: „Die Aufführung ist sehr unterhaltsam. Mir gefällt das musikalische Angebot am IKG.“

„The Grooveties“ humpeln nach der viertelstündigen Pause an Rollator und Gehstock auf die Bühne – in Anspielung auf ihren „gruftigen“ Namen. Dahinter verbirgt sich die siebenköpfige Eltern-Band – zusammen mit den beiden Musiklehrern Paul Lindner und Ralf Koppel. „Wir haben keinen Tutti-Plan für heute Abend“, stellt Lindner fest. „Wir proben sozusagen während der Aufführung und improvisieren dabei.“

Abgerundet wird das Programm mit einer Eigenkomposition des Musik-Kurses der Jahrgangsstufe 12 zu Bertolt Brechts „Die Liebenden“. Merve Duman verleiht der Ballade dabei gesanglich die passende Stimmung.

Die Mischung ist gut gelungen

Sechstklässlerin Alina Pradel findet den Auftritt „richtig schön“. Die Flötistin übt mit ihrer Klassenkameradin Lilly Schmitz regelmäßig für die Bläserklasse. „Wir üben täglich eine halbe Stunde zu Hause und zweimal wöchentlich länger in der Schule.“ Zum Abschluss tritt die Big Band erneut auf die Bühne – darunter mit „Don’t worry, be happy“.

Schulleiterin Britta Berschick resümiert: „Die Veranstaltung ist genial. Die Mischung der Musikkurse von der sechsten bis zur zwölften Klasse und der Elternband ist sehr gut gelungen. Unsere Musikfachschaft hat den Abend hervorragend organisiert.“

Am Donnerstag, 26. März, wird das Musical „Im Riff geht’s rund“ in der Kant-Aula aufgeführt.