Verkehrsclub diskutiert den A 44-Lückenschluss

Niederberg..  Als zentrales Thema seines letzten Stammtisches erläuterten die Mitglieder des niederbergischen VCD ausgiebig den Lückenschluss der A 44. Jürgen Lindemann von der Bürgerinitiative gegen die Autobahn gab einen Rückblick auf die Planungs- und Genehmigungsgeschichte des Vorhabens.

Demnach wird das Teilstück Velbert-Heiligenhaus Ende 2016 befahrbar sein. Überraschend war sogar ein Gast aus Essen-Werden wegen dieses Themas eigens zum Stammtisch angereist. Die Frage ist nämlich, wie sich der Lückenschluss auf das Lärm- und Abgas-gebeutelte Werden auswirken wird. Denn dieser Essener Ortsteil ist nach kurzer Fahrt über die B 224 am Kreuz Velbert-Nord mit der A 44 verbunden.

Sorgen machte allen Anwesenden der restliche Abschnitt von Heiligenhaus bis zum Kreuz Ratingen Ost. Noch sind bautechnische Probleme hinsichtlich der Brückenfundamente und der Fahrbahnentwässerung zu lösen. Die Stammtischteilnehmer fordern für den Fall, dass sich dieser Restlückenschluss weiter verzögert, rechtzeitig mit der Planung einer Alternative zu beginnen, um die wirtschaftliche und siedlungstechnische Entwicklung des umliegenden Niederbergischen Raumes nicht noch weiter nachteilig zu beeinflussen.

Wie schon in den vergangenen Monaten soll der Stammtisch möglichst nicht zweimal hintereinander am selben Ort stattfinden. Das nächste Treffen wird daher am heutigen Dienstag, 21. April, um 18.30 in Ratingen-Hösel, Gaststätte Haus Boltenburg beginnen. Das Lokal liegt unmittelbar an den Haltesellen der Buslinien 770 und 773. Diese Linien haben am Bahnhof Hösel guten Anschluss an die S6.

Standard-Gesprächsthema ist nach wie vor der Verkehrslärm. Der VCD schlägt vor, die oft diskutierte Wiederherstellung der Barrierefreiheit des Bahnhofs Hösel als Anlass für eine allgemeinere Betrachtung der Zugänglichkeit von Verkehrsmitteln zu nehmen. Auf rege Teilnahme am nächsten Stammtisch in Hösel freuen sich Hans Jörgens und Elke Seipp als Ansprechpartner für die Städte im Kreis Mettmann.