Verkehr soll Ende der Woche über neue Brücke in Heiligenhaus rollen

Die Vorbereitungen für die Öffnung der neuen Brücke sind fast abgeschlossen: Seit Dienstag wird die Gelbmarkierung auf den neuen Teil der Ratinger Straße aufgebracht.
Die Vorbereitungen für die Öffnung der neuen Brücke sind fast abgeschlossen: Seit Dienstag wird die Gelbmarkierung auf den neuen Teil der Ratinger Straße aufgebracht.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Witterung verzögert Nutzung des Bauwerks an der Ratinger Straße. Seit Dienstag laufen Markierungsarbeiten auf der neuen Fahrbahn.

Heiligenhaus..  Längst schon sollte der Verkehr zwischen Hofermühle und Werkerwald zweispurig über die neu gebaute Brücke an der Ratinger Straße rollen. Doch noch immer schlängelt sich täglich die Autokolonne an A44-Baustelle und Ampelanlage vorbei. Bleibt es in den nächsten Tagen halbwegs trocken, können Ende der Woche die ersten Fahrzeuge über die neu asphaltierte Verkehrsfläche fahren. Das kündigte Olaf Wüllner, Streckenbauleiter beim Landesbetrieb Straßenbau NRW, auf Nachfrage der WAZ an. „Wir sind vorbereitet, alles steht und fällt jetzt mit dem Wetter“, sagt er.

Geplant war die Öffnung der Brücke für den Verkehr schon für die Vorweihnachtszeit (WAZ berichtete). Doch die Witterung machte den Straßenbauern einen Strich durch die Rechnung. Erst erschwerte die anhaltende Feuchtigkeit das Asphaltieren der neuen Fahrbahn, dann verzögerten sich durch den Regen die Markierungsarbeiten. „Die aufgebrachte Gelbmarkierung hätte sich bei der Nässe sofort wieder gelöst“, erklärt Olaf Wüllner.

Farbige Orientierungshilfe

Die farbigen Streifen sind jedoch besonders wichtig, um den Autofahrern eine Orientierung auf der neuen Asphaltfläche zu bieten. Ohne Markierung, keine Nutzungsmöglichkeit. Rund 100 Meter Markierungsarbeit leistet darum der Verkehrssicherer seit Dienstag an der neuen Fahrbahn. Die liegt rund eineinhalb Meter über der alten Landesstraße. Um das zu erreichen, wurden Tausende Kubikmeter Erde aufgebracht.

Rund ein halbes Jahr hat es gedauert, die 900 Meter neue Straße anzulegen. Rollen Autos und Lkw endlich über das neue Asphaltband, macht sich eine Fräse an der alten Landesstraße ans Werk. Die große Maschine holt innerhalb von zwei Tagen auf einer Länge von etwa 700 Metern den alten Straßenbelag von der sechs Meter breiten L156. Falls eine Prüfung ergibt, dass er unbelastet und pechfrei ist, wird er aufgearbeitet.

Die Straßenbauer gleichen das Höhenniveau der alten Ratinger Straße dann der neuen an. Bis Mai soll auch dieser alte Teil der Fahrbahn mit neuem Asphalt versehen und befahrbar sein. So dass der Verkehr dann über eine höher gelegene und insgesamt breitere Straße fließen kann. Zuvor müssen die Pendler allerdings noch einmal in den saueren Apfel beißen und an einem Mai-Wochenende die A44-Baustelle umfahren. Denn vor der Öffnung der Gesamtfläche sperren die Straßenbauer das neue Stück für ein Wochenende komplett ab.